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Erddeponie

Pläne für Neuensaal werden beerdigt

Von Claus Boelen-Theile, 10.09.10, 07:06h

Lange Jahre haben die Bürger aus Bechen, die örtliche Interessengemeinschaft und eine Bürgerinitiative vehement gegen die geplante Erddeponie in Neuensaal gekämpft. Jetzt steht fest: In Neuensaal wird es keine große Erddeponie geben.

Kürten - Lange Jahre haben die Bürger aus Bechen, die örtliche Interessengemeinschaft und eine Bürgerinitiative vehement gegen die geplante Erddeponie in Neuensaal gekämpft. Jetzt steht fest: In Neuensaal wird es keine große Erddeponie geben.

Mit Schreiben vom 10. August hat die „Bergische Erddeponiebetriebe GmbH“ (BEB) dem Rheinisch-Bergischen Kreis mitgeteilt, dass man den Antrag zurückzieht. Statt der 3,5 Hektar großen Zentral-Deponie strebt das Unternehmen „kleinere Lösungen“ als Alternativen für das Kürtener Gemeindegebiet an. „Die ortsansässigen Tiefbauer möchten nach wie vor ortsnahe Möglichkeiten“, berichtet Kürtens Planungsleiter Willi Heider. Wie viele dieser Klein-Deponien es geben könnte, sei derzeit noch offen. „Wir warten aktuell auf die abgestimmte Stellungnahme des Unternehmens und der Tiefbauer.“ Anschließend erfolge die Klärung der Standorte mit der Unteren Umweltbehörde des Kreises. Zeitnah will der Planer das Verfahren dann der Politik vorstellen, vorgesehen ist der nächste Planungsausschuss am 27. Oktober.

Zu den neuen Standorten, für Heider so genannte „Insel-Lösungen“, wollte sich der Planer gestern nicht äußern. Grundlage sei eine vor Jahren vorgenommene Flächenbewertung. Ein Blick in die entsprechende Unterlage (Planungsausschuss vom 24. August 2000) ergibt folgendes Bild: Nach Neuensaal / Unterkalsbach folgt als zweitbeste Variante eine Fläche in Blissenbach beziehungsweise Bölinghoven. Dritte Priorität hat der Standort Kotterhof (Olpe) vor Ommerborn (Wipperfürth). Parallel erbaten die Politiker eine Untersuchung für eine Fläche bei Spitze, damals im Rahmen des großen Interkommunalen Gewerbe- und Industriegebiets. Für Spitze liegt im Übrigen seit 1989 ein Gutachten des Bergischen Abfallwirtschafts-Verbands vor. Ergebnis: Der Standort wäre für die Errichtung einer Erdaushub-Deponie im Vergleich der untersuchten Standorte „gut geeignet“.

Bei der BEB konnte man gestern nur die Aufgabe des Standortes in Kürten-Neuensaal bestätigen.



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