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Leiche aus Kerpen identifiziert

Die Spur führt nach Brüssel

Von Daniel Taab, 10.09.10, 15:07h, aktualisiert 13.09.10, 15:26h

Nach dem Leichenfund in Kerpen vor rund einer Woche sind die Ermittler einen entscheidenden Schritt weitergekommen: Wie die Rundschau erfuhr, konnte mittlerweile die Identität des Toten geklärt werden.

Fahndung in Belgien
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Mit diesem Foto des getöteten Geschäftsmannes sucht die belgische Polizei nach Hinweisen. (Bild: Polizei Belgien)
Fahndung in Belgien
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Mit diesem Foto des getöteten Geschäftsmannes sucht die belgische Polizei nach Hinweisen. (Bild: Polizei Belgien)
Leiche in Kerpen
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in diesem Waldstück bei Kerpen-Buir wurde die Leiche gefunden. Nun wurde sie identifiziert. (Bild: Tripp)
Leiche in Kerpen
Kerpen - Die Ausweispapiere nahmen die Täter ihrem Opfer vorher ab. Dann legten die Unbekannten die Leiche in einem Waldgebiet in Kerpen-Buir ab. Als Spaziergänger den Körper des Mannes Ende August fanden, trug der Tote nur ein schwarzes T-Shirt. Am Kopf entdeckten die Rechtsmediziner eine klaffende Wunde. Vermutlich wurde der Mann mit einem gezielten Schuss in den Schädel umgebracht. Über eine Woche versuchten die Ermittler einer Kölner Mordkommission die Identität in dem spektakulären Fall zu klären - nun sind die Fahnder einen entscheidenden Schritt weitergekommen. Bei dem Toten handelt es sich um den 36-jährigen türkischen Geschäftsmann Fikri Donmez, der zuletzt in Brüssel lebte. Die Kölner Ermittler kamen dem Mann auf die Spur, weil bei den belgischen Behörden eine Vermisstenanzeige einging. Anhand der Fingerabdrücke konnte der Mann identifiziert werden. Der 36-Jährige wurde zuletzt in der Nacht vom 29. auf den 30. August in dem Ort Schaarbeek gesehen, unweit von Brüssel. Das Fahrzeug des Geschäftsmannes stand am Straßenrand im Ort Vorst, ebenfalls in der Region Brüssel. Gefunden wurde der Wagen dort am 31. August. Donmez trug zuletzt eine schwarze Bomberjacke, ein blaues T-Shirt und eine Jeans, teilte die Polizei in Belgien mit.

Warum der Geschäftsmann sterben musste, versuchen nun die Fahnder in Köln und Belgien zu klären. „Wir stellen das berufliche und private Leben des Mannes auf den Kopf“, umschreibt ein Beamter die weitere Vorgehensweise in dem Mordfall. Der so genannte „Parkplatz-Mord“ von Kerpen hängt Einschätzung nach der Ermittler wohl nicht mit zwei früheren Morden in Hessen und Baden-Württemberg zusammen. Ballistische Untersuchungen hatten ergeben, dass der gefundene Mann nicht mit der derselben Waffe erschossen wurde wie die beiden anderen Opfer in Süddeutschland. Diese beiden Männer waren an Parkplätzen getötet wurden, die als Sex-Treffpunkte für Schwule gelten. Einen solchen Treffpunkt gibt es auch in dem Waldgebiet, an der die Leiche des 36-Jährigen gefunden wurde. Deshalb waren Spekulationen über einen Serientäter aufgekommen.



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