Von Bernd Kehren, 30.10.10, 07:00h
Geheime Wahl im Rathaus
Im Rahmen des Schulart-Bestimmungsverfahrens konnten sie von Dienstag bis Donnerstag in geheimer Wahl im Rathaus ihre Stimme abgegeben. Gestern wurde das Ergebnis im Rathaus ausgewertet. Kurz darauf wurden die Schulleitungen informiert. Bürgermeister Rudolf Westerburg verkündete das Ergebnis: Von 281 Stimmberechtigten gaben 156 ihr Votum ab. Davon stimmten 83 für eine Gemeinschaftsgrundschule (53%). 67 wünschten eine katholische Bekenntnisschule (43%). Je drei stimmten für eine evangelische Bekenntnisschule und eine Weltanschauungsschule (2%).
Für die Feststellung, ob ein geordneter Schulbetrieb gewährleistet ist, ist das Schulgesetz NRW maßgebend. Danach muss ein Grundschul-Verbund bei der Errichtung mindestens zwei Klassen mit je 28 Schülern pro Jahrgang haben - also mindestens acht Klassen insgesamt. Acht mal 28, also 224 Stimmen, sind erforderlich, um beispielsweise eine Bekenntnisschule einzuführen. Ansonsten wird eine Gemeinschaftsschule gebildet.
„Das Ergebnis entspannt auch ein wenig die geführte Diskussion“, sagte Westerburg. Viele hätten gesagt, 224 Stimmen für eine Bekenntnisschule könnten niemals zustande kommen. Jetzt habe sich die Mehrheit der Eltern aber für eine Gemeinschaftsgrundschule ausgesprochen. „Ich werte nicht, ob das Ergebnis gut oder schlecht ist. Überwiegend haben sich die Eltern für eine Gemeinschaftsschule ausgesprochen. Das wurde nicht durch eine vorgegebene Stimmenzahl diktiert.“
Mit der Wahlbeteiligung „an normalen Wochentagen“ könne man zufrieden sein, so Westerburg. Er hätte aber aufgrund der heftig geführten Diskussionen mit einer größeren Beteiligung gerechnet.
Laut Schulgesetz trifft die Bezirksregierung die Entscheidung über das Ergebnis des Bestimmungsverfahrens. Gestern wurde sie telefonisch informiert und die Unterlagen für die formelle Feststellung abgeschickt. Das Ergebnis der Bezirksregierung wird im Dezember bekannt gemacht.
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