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Drachenfels

Alte Gewölbebrücke hält viel aus

Von Carsten Schultz, 03.11.10, 07:00h

Dem Abriss des Beton-Restaurants auf dem Drachenfels, das ab Mitte November verschwinden und einem modernen Glaskubus Platz machen soll, steht nichts mehr im Weg. Die alte Gewölbebrücke wird den Baustellenverkehr abwickeln können.

Drachenfelsbahn
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Die Drachenfelsbahn half mit ihrem Werkstattwagen aus (l.), damit die Fachleute Geräte und Sensoren unter der alten Brücke installieren konnten. Der rote Stahlrahmen mit seinen Hydraulikpressen simulierte im Experiment einen Lastwagen. (Fotos: Ralf Klodt)
Drachenfelsbahn
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Die Drachenfelsbahn half mit ihrem Werkstattwagen aus (l.), damit die Fachleute Geräte und Sensoren unter der alten Brücke installieren konnten. Der rote Stahlrahmen mit seinen Hydraulikpressen simulierte im Experiment einen Lastwagen. (Fotos: Ralf Klodt)
KÖNIGSWINTER - Dem Abriss des Beton-Restaurants auf dem Drachenfels, das ab Mitte November verschwinden und einem modernen Glaskubus Platz machen soll (die Rundschau berichtete), steht nichts mehr im Weg. Zum einen hat die Stadt in diesen Tagen das noch ausstehende Fördertestat der Bezirksregierung für das 8,2-Millionen-Euro-Projekt bekommen. Zum anderen steht seit Dienstagnachmittag fest, dass die alte Gewölbebrücke über der Drachenfelsbahn den Baustellenverkehr problemlos abwickeln kann.

Die alte Brücke hält nicht nur 12 Tonnen Belastung aus, wie es bisher Schilder auf dem Kutschenweg kurz vor dem Plateau ausweisen, sondern locker 24 Tonnen und in Ausnahmefällen auch mal 30 Tonnen. Das ergaben Untersuchungen von Experten der Ingenieurgesellschaft für experimentelle Mechanik (ifem). „Wir sind sehr erfreut“, sagte Drachenfelsprojektleiter Ägidius Strack. Die hohe Belastungsfähigkeit der Bahnbrücke erspart eine teure Behelfskonstruktion und spart vor allem Zeit. Wie berichtet, muss der Abriss des Betonbaus wegen Naturschutzauflagen bis Februar beendet sein. Der gesamte Baustellenverkehr muss über den schmalen, mitten durchs Naturschutzgebiet Siebengebirge verlaufenden Kutschenweg und damit über die alte Gewölbebrücke abgewickelt werden.

Ein roter Stahlrahmen, der fest mit der Brücke verankert und mit Hydraulikzylindern ausgestattet war, simulierte bei dem Belastungsexperiment einen Lkw. Während die Fachleute den Druck nach und nach erhöhten, konnten sie über Sensoren und PC-Programme messen, wie sich die Brücke dehnt und verformt und ob sie wieder in ihre Ausgangsposition zurückgeht. „Wir tasten uns langsam vor“, sagte Gerd Kapphahn von der ifem. Nach seinen Angaben wurde die Technik vor rund 20 Jahren in einem Forschungsprojekt der Hochschulen Berlin, Leipzig, Weimar und Dresden entwickelt. Sie eigne sich beispielsweise bei alten Brücken und wenn es keine Unterlagen mehr gibt, anhand derer man die Belastungsfähigkeit berechnen kann.



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