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Neuer OECD-Bildungsbericht

Studium schützt vor Arbeitslosigkeit

Erstellt 07.09.10, 11:57h, aktualisiert 07.09.10, 11:59h

Immer noch nehmen zu wenig junge Menschen ein Studium auf. Dabei liegt laut OECD das Einkommen von Akademikern im Schnitt um 75 Prozent über dem von Beschäftigen mit betrieblicher Berufsausbildung.

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BERLIN - Ein Hochschulstudium schützt in allen Industrienationen der Welt am besten vor Arbeitslosigkeit und sichert zugleich ein deutlich höheres Einkommen. Nach dem am Dienstag in Berlin vorgestellten neuen Bildungsbericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) liegen in Deutschland die Einkommen von Akademikern im Schnitt um 75 Prozent über denen von Beschäftigen mit betrieblicher Berufsausbildung.

Auch für den Staat bringen nach der Analyse der internationalen Bildungsforscher Investitionen in Bildung hohe Erträge durch wirtschaftliches Wachstum und höhere Steuereinnahmen. Angesichts des Geburtenrückganges in fast allen Industrienationen sei eine weitere Steigerung des Qualifikationsniveaus unverzichtbar, um den Fachkräftebedarf auch in Zukunft zu sichern, folgern die Wissenschaftler in dem über 500 Seiten umfassenden Bericht.

Gaststudenten steigern Quote

In Deutschland nehmen trotz erheblicher Verbesserungen in den vergangenen Jahren im internationalen Vergleich immer noch zu wenig junge Menschen ein Studium auf. Und nach wie vor ist auch die Studienabbruchquote hoch.

Zwar konnte in der Bundesrepublik der Anteil junger Menschen, die ein Studium aufnehmen, auf 43 Prozent gesteigert werden. In vielen anderen OECD-Staaten und wirtschaftlichen Konkurrenten Deutschlands sind dies jedoch bereits weit über 50 Prozent.

Auch sind in der 43-Prozent-Quote Gaststudenten aus Nicht-EU- Staaten enthalten, die nach Abschluss ihrer Ausbildung wegen der Bestimmungen des Ausländer- und Zuwanderungsrechts nicht für den deutschen Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Betrachtet man nur die sogenannten Bildungsinländer - also die jungen Menschen, die in Deutschland auch ihr Abitur erworben haben - so kommt man auf eine Studienanfängerquote von 34 Prozent.

Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) sagte angesichts der deutschen Verbesserungen in den vergangenen Jahren: "Wir haben unser Geld richtig ausgegeben. Dies gilt ganz besonders für den Hochschulpakt, in den Bund und Länder seit 2007 eine Milliarde Euro investiert haben, damit 90 000 junge Menschen zusätzlich ein Studium aufnehmen können." Bis 2015 stünden für weitere 270 000 Studienanfänger noch einmal 3,6 Milliarden Euro für den Hochschulpakt zur Verfügung. (dpa)



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