„Meere bestimmen unser Leben und unser Klima“, sagt H.A. Schult. Mit seiner Muse Elke Koska hat er aus einem Ford-Fiesta ein Aquarium geschaffen. (Bild: Gauger)
„Meere bestimmen unser Leben und unser Klima“, sagt H.A. Schult. Mit seiner Muse Elke Koska hat er aus einem Ford-Fiesta ein Aquarium geschaffen. (Bild: Gauger)
KÖLN. Gleich fünf Elektroautos wurden am Dienstag in Köln mit dem Umweltpreis Öko-Globe ausgezeichnet. Neben dem Brennstoffzellen-Fahrzeug Mercedes B-Klasse F-Cell waren das die baugleichen Elektrofahrzeuge von Mitsubishi und Peugeot, der Nissan Leaf sowie der Kleintransporter Terryman der Düsseldorfer Firma Xenova.
Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) sagte bei der Festveranstaltung, ohne die Elektromobilität seien die ehrgeizigen CO-2-Ziele nicht erreichbar. Wachstum müsse in Zukunft anders organisiert werden, so Röttgen. Im globalen Wettbewerb gehe es immer mehr um eine Ressourcen-effiziente Wirtschaftsweise. Hier sei Deutschland führend. Im Jahre 2020 sollten nicht nur eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen fahren, sondern eine Million Elektrofahrzeuge von deutschen Herstellern, so Röttgen. Jetzt gehe es darum, den Rahmen für die technologische Entwicklung zu setzen und hier die Fördermittel zu konzentrieren.
Etwas mehr Förderung wünscht sich allerdings der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen, der Sprecher der Öko-Globe-Jury. Deutschland müsse aufpassen, beim Thema Elektroauto international nicht den Anschluss zu verlieren, warnte Dudenhöffer.
Als „herausragende Persönlichkeit des Jahres“ wurde der Unternehmer Walter Mennekes aus dem sauerländischen Kirchhundem für sein Lebenswerk geehrt. Der von Mennekes entwickelte Stecker für das Aufladen von Elektrofahrzeugen sei in Deutschland mittlerweile zum Norm-Stecker geworden und solle auch in Europa als Standard eingeführt werden, hieß es in der Begründung der Jury.
Ausgezeichnet wurde auch die Verbesserung konventioneller Fahrzeuge. Einen Öko-Globe erhielt der Ford Fiesta Econetic, der – so die Jury - bei einem sehr günstigen Preis nur 98 Gramm CO-2 pro Kilometer verbrauche. Fiat erhielt den Preis für einen neuen Zwei-Zylinder-Motor.
Verliehen wird der Öko-Globe seit 2007 von den DEVK Versicherungen und dem ACV Automobil-Club Verkehr in Zusammenarbeit mit dem Öko-Globe-Institut der Uni Duisburg-Essen. Der Preis geht zurück auf den Kölner Aktionskünstler H.A. Schult, der auch Mitglied der Jury ist. In diesem Jahr waren über 100 Vorschläge eingereicht worden. Das ist ein neuer Teilnehmerrekord. „Noch nie hatten wir eine solche Fülle an Nachhaltigkeits-Innovationen wie in diesem Jahr. Noch nie war das Elektroauto dabei so präsent“, sagte Dudenhöffer.