Erstellt 09.09.10, 15:39h, aktualisiert 10.09.10, 10:08h
Vor dem Gebäude protestierten dagegen zahlreiche Menschen unter dem Motto "Keine Toleranz gegen Rassisten" gegen den Leseabend. Mit seinen Äußerungen über Einwanderer hatte Sarrazin bundesweit Proteststürme ausgelöst. "Ich und viele meiner Kollegen haben Wut im Bauch", sagte ein Berliner, der vor 25 Jahren als Gastarbeiter aus der Türkei nach Deutschland gekommen war und seitdem bei Siemens arbeitet. "Sarrazin schafft sich ab" stand auf einem Transparent an der Fassade eines Nachbarhauses.
Andere Demonstranten gaben sich als Sarrazin-Befürworter zu erkennen. Darunter waren auch einige Anhänger der rechten Szene. Die Polizei erteilte ihnen Platzverweise. Weitere Zwischenfälle habe es zunächst nicht gegeben, sagte ein Polizeisprecher.
Sarrazin verlässt die Bundesbank freiwillig
Thilo Sarrazin hat sein Ausscheiden aus der Bundesbank bestätigt. "Ich habe den Bundespräsidenten gebeten, mich mit Ablauf des 30. Septembers von meinem Amt als Bundesbankvorstand zu entbinden", sagte das Vorstandsmitglied der Notenbank am Donnerstagabend in Potsdam.
"Der Bundesbank-Vorstand hält die gegen mich erhobenen Anwürfe, ich hätte mich gegenüber Ausländern diskriminierend geäußert und Ähnliches nicht aufrecht, sondern zieht sie zurück", sagte Sarrazin. Der Bundesbank-Vorstand habe beim Bundespräsidenten seinen Antrag, ihn aus dem Amt abzuberufen, zurückgezogen.
Sarrazin betonte, die Reihenfolge sei wichtig. Zunächst habe der Bundesbankvorstand seinen Vorwurf zurückgezogen, dass er Ausländer beleidigt habe. Dann habe die Bundesbank die Bitte an den Bundespräsidenten, ihn seines Amtes zu entheben, zurückgezogen. Danach habe er selbst den Bundespräsidenten gebeten, ihn zum 30. September von seinem Amt zu entbinden. "Das ist die Reihenfolge."
Er haben in den vergangenen 14 Tagen "massiven Druck" gespürt, sagte Sarrazin. "Das war für mich nicht einfach." Er habe sich überlegt, ob er es sich leisten könne, sich "mit der gesamten politischen Klasse in Deutschland anzulegen", sagte Sarrazin. "Diese Situation hält auf Dauer keiner durch." Jetzt könne er noch auf vielen Veranstaltungen auftreten, ohne dass man sage, der Bundesbankvorstand spreche. (dpa)
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Sarrazin verlässt freiwiilig die Bundesbank
11.09.2010 | 19.57 Uhr | Timi
Demokratie ade!
Leider ist es in Deutschland nicht mehr möglich eine Meinung zu äußern, die im Interesse der deutschen Bürger ist, die seit…
Meinungsfreiheit kostbar - bitte nicht nutzen
10.09.2010 | 08.41 Uhr | Marcx1
Im Gegensatz zu vielen „Aufschreiern der Empörung“ habe ich jetzt das Buch gelesen und finde darin nichts Fremdenfeindliches oder Rassistisches.…
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