Erstellt 06.12.10, 07:03h
Jürgen Köhler: Ja, ich war quasi live dabei. Wir machten uns gerade fertig, als es passierte. Wir wären als vierte Wette dran gewesen.
Sie sind schon auf Inlineskates über Autos gesprungen. Wie schätzen Sie die Gefährlichkeit der verunglückten Wette ein?
Köhler:Ich würde nicht sagen, dass das Risiko zu hoch war. Der Junge war zu nervös. Ihm hat vermutlich die Kameraerfahrung gefehlt, aber darüber kann man wirklich nur spekulieren.
Hatten Sie selbst schon einmal einen schlimmen Stunt-Unfall?
Köhler: Im Prinzip ist mir genau das Gleiche passiert, ich hatte sogar den gleichen Helm auf. Das ist etwa 14 Jahre her. Bei einem Weltrekordversuch im Inlineskate-Hochsprung wurde ich von einem Motorrad über eine Rampe gezogen. Auch ich bin mit dem Gesicht aufgeschlagen. Ich lag drei Tage im Koma, mein Kiefer war gebrochen, sechs Zähne raus, Nasenbeinbruch.
Sie wollten bei „Wetten, dass . . . ?“ innerhalb von fünf Minuten Eisblöcke aussägen, eine Schuhbindung montieren und sich auf dem Eis stehend von einem Motorrad mit mehr als 200 km / st ziehen lassen.
Köhler: Im letzten Probelauf haben wir es in 4 Minuten und 35 Sekunden geschafft und 210 Stundenkilometer erreicht.
Was wird jetzt aus Ihrer Wette? War die monatelange Vorbereitung umsonst?
Köhler: Ja, das kann man schon sagen. Ich gehe davon aus, dass die beim ZDF jetzt Sicherheitsauflagen bekommen. Und unsere Wette war die gefährlichere.
Wären Sie nach dem Unglück denn noch angetreten?
Köhler: Nein. Nach dem Unfall habe ich von mir aus gesagt, dass ich nicht mehr starte. Vielleicht wird später noch einmal etwas daraus. Wichtig ist jetzt, dass der Junge wieder gesund wird.
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