Schriftgröße

Spritzenwettbewerb

Kampf mit dem Knoten im Schlauch

Von Johannes Mager, 08.05.11, 18:59h, aktualisiert 08.05.11, 19:01h

Obwohl sie kräftig Wasser spritzten, kamen die Feuerwehrleute bei den Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen der Löschgruppe Arloff-Kirspenich ordentlich ins Schwitzen.

Löschgruppe Arloff-Kirspenich
Bild vergrößern
Lustig ging es zu beim Jubiläum der Löschgruppe Arloff-Kirspenich, die ihren 100. Geburtstag fierte, denn sie hatte gleichzeitig zum 3. Spritzenwettbewerb für historische Handdruckspritzen eingeladen. (Fotos: Mager)
Löschgruppe Arloff-Kirspenich
Bild verkleinern
Lustig ging es zu beim Jubiläum der Löschgruppe Arloff-Kirspenich, die ihren 100. Geburtstag fierte, denn sie hatte gleichzeitig zum 3. Spritzenwettbewerb für historische Handdruckspritzen eingeladen. (Fotos: Mager)
Arloff-Kirspenich - Obwohl sie kräftig Wasser spritzten, kamen die Feuerwehrleute bei den Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen der Löschgruppe Arloff-Kirspenich ordentlich ins Schwitzen. Beim historischen Spritzenwettbewerb war an Handpumpen Muskelkraft gefordert. Zum Sieger kürten die Schiedsrichter um Johannes Wilhelm Fuchs (Kreisbrandmeister a. D.) die Original Worringer Buurewehr. Zunächst hieß es für jede Truppe antreten und erkunden.

Die Rückmeldung kam stets prompt: „Et brennt!“ Ziel war es, möglichst viel Wasser ins Loch im Dach eines Holzhäuschens zu treffen. Einige Löschkräfte hatten - angeblich - ihre Schläuche nicht im Griff, so dass auch das Publikum manchen Tropfen abbekam. Beansprucht wurde auch das Material. So hatte die LG Bronsfeld ein Loch im Schlauch zu beklagen. Dem Kommandanten der Obergartzemer dauerten die Bemühungen seiner Kameraden zu lange, so dass er kurzerhand den Schlauch selbst ausrollte. Dabei verdrehte sich der Schlauch derart, dass die Kollegen nun mit etlichen Knoten zu kämpfen hatten.

Für einen Festakt ungewohnt eindringliche Töne fanden die Redner beim Kommers. Statt einen Rückblick auf die Geschichte der Löschgruppe zu halten, zitierte Löschgruppenführer Karl-Hubert Bonz aus einem Brief einer Sachbearbeiterin für Brandschutz der brandenburgischen Stadt Drebkau auf die Frage eines Bürgers, warum abends im Gerätehaus noch Licht brenne.

„Während die meisten Berufstätigen ihren Feierabend auf der Couch oder bei Unternehmungen mit der Familie genießen, finden sich die Kameraden nicht selten im Gerätehaus ein und halten die Einsatztechnik fit für den nächsten Einsatz.“ Manchmal säßen die Kameraden nach einem psychisch anstrengenden Einsatz - gerade an diesem Wochenende hatte es im Stadtgebiet wieder zwei Unfälle mit Toten gegeben - zusammen, um das Erlebte zu verarbeiten.

Das größte Problem seien nicht die Geräte, sondern genügend Freiwillige zu haben, betonte Wehrführer Karl Brühl. Glückwünsche hatten die befreundeten Kameraden aus Pouch (Sachsen-Anhalt) mitgebracht.

Im Rahmen des Festkommers wurde Tanja Graf zur Oberfeuerwehrfrau, Florian Blindert und Volker Harwarth zu Oberfeuerwehrmännern sowie Thomas Cremer zum Unterbrandmeister befördert. Geehrt wurden Jakob Talbot für 60 Jahre, Bernhardt Zettel für 50 Jahre und der stellvertretenden Stadtbrandinspektor Horst Griesenbrock für 35 Jahre Mitgliedschaft.



Die Kölnische Rundschau im Abonnement erhalten JETZT BESTELLEN!
4 Wochen Rundschau zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%.

Newsticker


Anzeige


Bildergalerien


Veranstaltungssuche

 

Veranstaltungs-Tipps

Kettcar

04. März 2012,
E-Werk Köln

 

Kino & Film - Suche


Rundschau-Service


Rundschau-Forum


Rundschau-Service


RHEINLAND WETTER


Serie


Top-Links (Anzeige)


Aktion


Lokalsport



Extra


Dienste