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Geschäftsidee

Lokalkolorit im Cola-Glas

Von Arnd Gaudich, 17.09.11, 07:06h

Das alkoholfreie Getränk war eine Schnapsidee, sagt Christian Geiger. In einem Kölner Partykeller hatten der gebürtige Wipperfürther und zwei Freunde den genialen Einfall: Ein neues und vor allem promillefreies Getränk muss her!

Wipperfürth - Das alkoholfreie Getränk war eine Schnapsidee, sagt Christian Geiger. In einem Kölner Partykeller hatten der gebürtige Wipperfürther und zwei Freunde den genialen Einfall: Ein neues und vor allem promillefreies Getränk muss her! Das war vor drei Jahren. Mittlerweile hat die „Coelna“ einen Siegeszug durchs Rheinland angetreten. Und sogar im Bergischen wird die Kölner Cola bereits ausgeschenkt.

Geiger ist studierter Designer. Er besuchte das St.-Angela-Gymnasium in Wipperfürth, machte später in Bergisch Gladbach Abitur. Heute gestaltet er für einen Kölner Schulbuchverlag Mathe- oder Deutschbücher. „Mit Getränken hatte ich bisher nichts am Hut“, sagt der 35-Jährige. Das änderte sich an jenem Abend im Partykeller. Geiger und seine beiden Freunde Stefan Breuer und Georg Pünder, ein Marketingleiter und ein Werbefotograf, wollten eine Alternative fürs Kölsch, die sich von den bekannten Erfrischungsgetränken abhob.

„Zuerst haben wir selbst etwas zusammengebraut“, berichtet Geiger. Die Drei nahmen handelsübliche Cola als Basis, mischten andere Aromen hinein. „Wir haben sogar mit Rhabarber experimentiert.“ Doch das Ergebnis war nicht wirklich genießbar. Mit Hilfe eines Getränkeproduzenten wurde im Herbst vergangenen Jahres eine Rezeptur entwickelt, die dem Geschmack der drei Kölner Freunde exakt entsprach.

Gewürze von Koriander

bis Ingwer

Die Coelna ist nicht so klebrig-süß wie andere Cola-Getränke, meint Geiger: „Unsere Cola lässt die natürlichen Aromen besser zur Geltung kommen.“ Zu denen gehören Muskat, Ingwer, Vanille, Koriander und Extrakte der Kolanuss. Der Mix kommt an. Auch, weil Geiger das Getränk mit einer ausgefuchsten Marketingstrategie prominent gemacht hat.

Der Designer entwarf ein Logo - mit eigener Schriftart und den Piktogrammen der zwei Domspitzen und blubbernder Kohlensäure. Schwarz und Hellblau sind die dominierenden Farben. Die Anmutung ist schlicht, edel und modern. „Die ,Coelna soll zwar Kölner Lokalkolorit abbilden. Aber ich wollte mit dem Design nicht das kölsche Klischee in rut un wiess bedienen.“ Es klappte: Der Kronkorken in Cyan war bei Sammlern in Windeseile heiß begehrt. Zum Sortiment gehören mittlerweile auch eigene Gläser. Das Design kommt so gut an, dass sich sogar namhafte Werbeagenturen bei Geiger gemeldet haben: „Die fragten nach einer Zusammenarbeit.“

Seit Juni gibts das Getränk im Handel. Um das Coelna-Projekt zu finanzieren, holten die drei Erfinder Investoren mit ins Boot. Eine Brauerei füllt das Getränk ab. Und ein Vertrieb kümmert sich darum, die „Coelna“ an den Mann zu bringen. Für Geiger und seine Kollegen bleibt trotzdem genug Arbeit. „Neben der Arbeit im Schulbuchverlag kümmere ich mich bis zu fünf Stunden täglich um ,Coelna.“

Reich sind die drei Freunde mit der „Coelna“ nicht geworden. Zumindest noch nicht. „Wenn wir das Zehnfache der jetzigen Menge verkaufen, könnte man vielleicht davon leben.“ Geiger arbeitet dran.



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