Von Achim Graf, 29.10.11, 07:03h
Daran war noch in den Sommerferien nicht unbedingt zu denken. Ein geplatzter Boiler hatte nach dem ersten Ferienwochenende das gesamte Foyer der Schule und die angrenzenden Gänge unter Wasser gesetzt, mehr als 500 Quadratmeter insgesamt. Das Parkett wellte sich zentimeterhoch, auch der darunter liegende Estrich nahm ernsthaft Schaden. Eine Sanierung des Bodens wurde unumgänglich.
Für die Schüler und Lehrer sei es in der Folge eine unbequeme Zeit gewesen, sagt Emmo Ankel. Zwar kam es durch die Arbeiten nicht zu Unterrichtsausfällen. Die Räume im Erdgeschoss aber waren nur eingeschränkt zu nutzen, einige Klassen mussten umziehen. Auch das Sekretariat konnte nur über Umwege erreicht werden, die Haupteingänge wurden gesperrt.
Die Schüler und das Kollegium jedoch hätten „die Unannehmlichkeiten vorbildlich gemeistert“, lobt Ankel. Auch mit der Organisation der Arbeiten durch SKE und mit der Ausführung durch die Handwerker ist er sehr zufrieden. Nur einmal musste das Hauptgebäude geräumt werden, weil nicht klar war, ob die beim Estrich legen freiwerdenden Lösungsmittel nicht doch gesundheitsschädlich sein könnten.
Doch das ist Vergangenheit. Aktuell wird im Foyer das neue Stirnholzparkett gelegt, es riecht nach Holz und Kleber. „Am Anfang hieß es: Das zahlt keine Versicherung“, erinnert sich Emmo Ankel mit Schaudern. Denn die Alternative wäre Linoleum gewesen, was dem Gebäude nach seiner Ansicht den Charme genommen hätte. Doch die Schule hatte Glück: An zwei Enden war das alte Parkett noch zu retten, was die Ergänzung mit dem angestammten Material nahelegte.
So kam es dann auch - und Ankel freut sich nun vor allem, dass alle Arbeiten bis nach den Herbstferien erledigt sein dürften. Zum Weihnachtsbasar und zum Tag der offenen Tür am Samstag, 26. November, zeigt sich die Realschule also wieder im alten Glanz. Nur die Reinigungskräfte, die in den vergangenen Wochen ohnehin reichlich zu tun hatten, tun dem Schulleiter leid. Sie hätten die jährliche Grundreinigung eigentlich in den Herbstferien erledigen wollen, was nun in vielen Bereichen nicht möglich sei. „Nun müssen sie leider auch in den Weihnachtsferien ran“, sagt Ankel bedauernd.
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