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Gewerbegebiet

Hausmüll stand in Flammen

Von Manfred Reinnarth und Franz-Josef Vogt, 28.09.11, 18:50h, aktualisiert 29.09.11, 12:34h

Großeinsatz im Gewerbegebiet in Weilerswist: 120 Feuerwehrleute haben am Mittwoch den Brand in einer Müllsortieranlage bekämpft. Hausmüll war in einer Sammelhalle in Brand geraten. Drei Mitarbeiter wurden bei dem Brand verletzt.

Hausmüll
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Hausmüll brannte im Gewerbegebiet in Weilerswist. (Bild: Vogt)
Hausmüll
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Hausmüll brannte im Gewerbegebiet in Weilerswist. (Bild: Vogt)
Weilerswist - Dichte Qualmwolken quollen am Mittwoch aus einer Lager- und Sortierhalle für Hausmüll an der Nikolaus-August-Otto-Straße. Sie nebelten Teile des Gewerbegebiets von Weilerswist ein. 120 Feuerwehrleute aus Teilen des Kreisgebiets erstickten Flammen, verteilten Wasser auf den brennenden Halleninhalt und verhinderten, dass die gesamte Sortieranlage abbrannte. Die Weilerswister Feuerwehr war um 12.45 Uhr alarmiert worden. In der 18 mal 20 Meter großen Halle brannte zu diesem Zeitpunkt bereits ein etwa 750 Tonnen schweres Gemisch aus Siedlungsabfällen.

Kein Chlorgas in der Luft

Die Firma lagert den Hausmüll in der Halle zwischen. Dort sollte er auch sortiert, zu Blöcken gepresst und an Verbrennungsanlagen geliefert werden. Als der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Wolfgang Hecker mit seinen Weilerswister Kameraden am Brandort eintraf, erkannte er schnell, dass weitere Kräfte notwendig waren. Bald waren sämtliche Löschgruppen der Gemeinde Weilerswist, der Löschzug 5 der Euskirchener Wehr mit dem Euskirchener Teleskop-Hubwagen, Personal und Gerät des in Schleiden stationierten Atemschutzzentrums des Kreises und der Messzug des Kreises vor Ort. 10 000 Liter Schaumlöschmittel aus Schleiden wurden für den Fall der Fälle herantransportiert, kamen aber nicht zum Einsatz.

Von zwei Seiten und aus luftiger Höhe bekämpfte die Wehr das Feuer mit Wasser. Da der Wind günstig stand, musste die nahe Autobahn 61 nicht gesperrt werden. Auch in den benachbarten Unternehmen konnte weiter gearbeitet werden. Bei Luftmessungen stellte die Feuerwehr keine gefährlichen Stoffe fest. Mitarbeiter des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz erklärten kurz nach 15 Uhr, es sei kein Chlorgas gemessen worden und daher auch keine Belastung durch Dioxin zu erwarten. Vor Ort waren auch Beigeordneter Dieter Spürk sowie Franz Weigel und Werner Crommen vom Kreis Euskirchen und Mathias Bohnen von der Unteren Wasserschutzbehörde. Die Feuerwehr öffnete umliegende Kanäle und nahm Proben. Der Grund: Es sollte vermieden werden, dass giftige Substanzen mit dem Löschwasser in die Kanalisation gelangten. Der Unternehmer, der die Halle erst vor etwa einem Monat übernommen hatte, wurde von einem Anwalt begleitet.

Ein Notarzt, drei Rettungswagen sowie eine Verpflegungseinheit des DRK waren vor Ort. Der Notarzt versorgte drei Mitarbeiter des Unternehmens. Sie mussten mit Rauchvergiftungen ins Euskirchener Marien-Hospital gebracht werden.

Die Ursache des Feuers ist noch nicht bekannt.



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