Von Daniela Lukaßen, 07.11.11, 09:12h, aktualisiert 07.11.11, 11:39h
Mehr als 20 000 Besucher kamen zum nächtlichen Kunstgenuss, der nun bereits zum zwölften Mal stattfand. 45 Kunststationen öffneten ihre Türen von 19 Uhr bis drei Uhr morgens. Auch das Kölnische Stadtmuseum, das mit "Krätzjer", frühen Filmen aus und über Köln und Jürgen Zeltinger ein typisch kölsches Programm bot.
"Es ist das erste Mal, dass wir bei dieser Veranstaltung dabei sind", sagt Annette Bungart aus Bad Münstereifel. "Ich bin gespannt und lasse mich einfach überraschen." Ihre Karten hat sie beim Gewinnspiel der Kölnischen Rundschau gewonnen, die auch in diesem Jahr Medienpartner der Museumsnacht war. Auch Natalie und Gereon Hölper gehören zu den Gewinnern. Die Rundschau verloste zudem Karten für eine vom Hauptsponsor Netcologne präsentierte "VIP-Lesertour".
Eine ganz besondere Überraschung gab es für Beate Wester. Sie war die millionste Besucherin der Langen Nacht der Kölner Museen. Vor dem Wallraf-Richartz-Museums steht Mario aus Düsseldorf und schaut fasziniert auf die in Licht gehüllte Archäologische Zone. Er hat schon einige Museen in seinem Programmheft abgehakt. "Ich glaube, ich habe mir viel zu viel vorgenommen", sagt er ein wenig erschöpft. Eigentlich muss er schnell weiter, um die restlichen fünf Häuser noch zu schaffen, aber dann bleibt er doch noch etwas, um Bühnenpoetin Franziska Holzheimer zu zu hören. Sie spricht im Wallraf-Richartz-Museum in der Reihe "Reim in Flammen" über Helden. "Großartig", findet Mario. Dann läuft er weiter. Etwas ruhiger lassen es Malina und Antonia im Museum Schnütgen angehen. Sie haben sich für den Abend drei Museen ausgesucht. In der Ausstellung "Glanz und Größe des Mittelalters. Kölner Meisterwerke aus der großen Sammlung der Welt" bestaunen sie die Glasmalereien.
Ein ganzes Stück außerhalb im Karnevalsmuseum am Maarweg bringt die Band "Kölschraum" die Gäste in Fastelovendsstimmung. Es wird geschunkelt und gesungen. Mit dem Shuttleservice geht es für die Nachtschwärmer zurück zum Neumarkt.
Es ist spät geworden, im Bus dösen die ersten. Aber im KunstWerk an der Deutz-Mülheimer Straße tummeln sich noch immer zahlreiche Kunstfreunde. Auch Marika Behnke und Hartmut Schmied schauen sich in den rund 75 Ateliers, Werkstätten und 15 Musikstudios um. "Wir konnten uns hierunter gar nichts vorstellen", sagen sie. Auch das Odysseum ist um zwei Uhr morgens noch gut besucht. Von Müdigkeit ist bei den Besuchern keine Spur. Nur in der Themenwelt Erde kann es passieren, dass einem bei der Reise im Vulkan kurz die Augen zufallen. "Ich glaub, ich muss ins Bett", sagt eine junge Besucherin. "Aber nächstes Jahr bin ich wieder dabei."
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