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Drama in Wiesbaden

Familie stirbt wegen defekter Heizung

Erstellt 24.11.11, 16:02h

Der Tod kam schleichend: Vermutlich ausgetretenes Gas aus einer defekten Heizung hat in Wiesbaden ein Ehepaar und dessen 14 Jahre alten Sohn tödlich vergiftet. Zwei jüngere Kinder der Familien schweben in Lebensgefahr.

Gasheizung
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Feuerwehrleute stehen am Donnerstag in Wiesbaden mit Anwohnern vor dem Wohnblock, in dem drei Menschen aufgrund einer kaputten Gasheizung ums Leben gekommen sind. (Bild: dpa)
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Feuerwehrleute stehen am Donnerstag in Wiesbaden mit Anwohnern vor dem Wohnblock, in dem drei Menschen aufgrund einer kaputten Gasheizung ums Leben gekommen sind. (Bild: dpa)
WIESBADEN - Abgas einer vermutlich defekten Gasheizung hat in Wiesbaden drei Mitglieder einer türkischen Familie tödlich vergiftet. Das berichteten der Einsatzleiter der Feuerwehr und die Polizei am Donnerstag. Zwei weitere Söhne im Alter von 11 und 5 Jahren aus derselben Wohnung wurden schwer verletzt. Zunächst hatte es geheißen, die Toten stammten aus verschiedenen Wohnungen des Gebäudes. Die Staatsanwaltschaft geht als Todesursache von einer Kohlenmonoxid-Vergiftung aus.

Nach Angaben der Polizei handelt es sich bei den Toten um den 41 Jahre alten Vater der Familie und seine 34 Jahre alte Frau. Das dritte Opfer ist der älteste Sohn (14). Mehrere Bewohner wurden ins Krankenhaus gebracht, 20 Menschen ambulant versorgt. 100 Retter waren in dem Wohnblock mit 36 Wohnungen im Einsatz.

Ein Bewohner des Komplexes in der hessischen Landeshauptstadt hatte sich am Morgen unwohl gefühlt und den Notarzt gerufen. Dieser informierte sofort die Feuerwehr. Die genaue Unglücksursache ist noch unklar. Nach Angaben eines Nachbarn soll es in den vergangenen beiden Wochen einen Totalausfall der Heizung gegeben haben.

Der Vorstand der Hausverwaltung sagte auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa, er könne sich das Unglück nicht erklären. "Irgendetwas Ungewöhnliches muss vorgefallen sein." Ein externer Gutachter werde eingeschaltet. Angaben zur Schadenshöhe gab es zunächst nicht. Die Lage sei mittlerweile unter Kontrolle, sagte der Einsatzleiter der Feuerwehr.

(dpa)



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