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Der erste Schnee

Endlich die erste Rodelpartie

Von Manfred Hilgers und Ramona Hammes, 19.12.11, 07:00h

Lange mussten die Freunde der weißen Pracht in diesem Jahr warten: Erst zum vierten Advent gab’s den ersten nennenswerten Schneefall. Das ist kein Vergleich zum vergangenen Jahr. Da begann es Ende November zu schneien.

Winter-Rodeln
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Viel Spaß im Schnee hatten die Kinder beim Rodeln. Die Eifel präsentiert sich seit Samstag im winterlich weißen Kleid. (Foto: Hilgers)
Winter-Rodeln
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Viel Spaß im Schnee hatten die Kinder beim Rodeln. Die Eifel präsentiert sich seit Samstag im winterlich weißen Kleid. (Foto: Hilgers)
EIFELLAND - Lange mussten die Freunde der weißen Pracht in diesem Jahr warten: Erst zum vierten Advent gab’s den ersten nennenswerten Schneefall. Das ist kein Vergleich zum vergangenen Jahr. Da begann es Ende November zu schneien, in den letzten Wochen des Jahres wussten die Menschen im Eifelland den weißen Massen kaum Herr zu werden – und in den Höhengebieten wie am Weißen Stein und in Udenbreth herrschten mit gut 80 Zentimetern Schnee herrlichste Wintersportbedingungen.

Dass es in diesem Jahr mit dem Wintersport endlich losgehen kann, erwartete auch Hüttenwirt Otto Sajonskowski sehnsüchtig. Doch nun ist es soweit: Am Freitagabend fielen die ersten Flocken. Gestern meldete Rundschau-Wetterexperte Karl-Josef Linden Monschau-Mützenich mit der nah an den Schöneseiffener Windrädern gelegenen Wetterstation als „Spitzenreiter“. 28 Zentimeter Schnee liegen dort. Im Hohen Venn sind es 25 Zentimeter, im Hellenthaler Höhengebiet wurden 22 Zentimeter gemessen.

Liftbetreiber Sajonskowski wollte verständlicherweise jede Sekunde nutzen und startete bereits am Samstag den Skilift. Doch mit Ausnahme einiger Rodler fanden sich nur sehr wenige Wintersportbegeisterte ein. Die hatten ihre Freude. „Die weiße Landschaft macht einfach gute Laune“, sagte etwa ein Besucher.

„Im Internet haben wir gesehen, dass in der Eifel Schnee liegt“, sagte eine Kölner Familie, die sich sofort auf den Weg nach Udenbreth gemacht hatte. Die beiden Kinder konnten es kaum erwarten, sich im Schnee zu tummeln. Kaum waren sie aus dem Auto geklettert, spielten sie auf dem Parkplatz schon im von der Gemeinde angehäuften Schnee. Vermutlich hätten diese Schneehaufen den Kleinen schon zum Glück gereicht – doch gegen eine Rodelpartie wehrten sie sich natürlich nicht.

Gestern stand Sajonskowski schon um 10 Uhr mit großem Team bereit, um die „Skihasen“ in Udenbreth zu bewirten. Mit minus 2,5 Grad war’s da auch entsprechend kalt.

Der Schnee macht aber nicht nur Freude, er macht auch Arbeit, wenn es gilt, Hofeinfahrten und Bürgersteige zu räumen. Theo Valtinke in Neuhaus betätigte diesmal seinen Rasenmäher als Räumfahrzeug. Er hatte einen Schneeschieber geschenkt bekommen, den er vor das Sommerfahrzeug baute. Er war ausgesprochen erfreut, dass das mit dem Schneeräum-Rasenmäher so gut funktionierte. Diese Gedanken müssen sich die Menschen im „Flachland“ derzeit nicht machen. Die Null-Grad- und Schnee-Grenze lag laut Linden gestern bei rund 300 Metern. Von seinem „grünen“ und zwei Grad „warmen“ Heimatort Sinzenich aus konnte er auf den mit ein wenig Schnee bedeckten Kommerner Kahlenbusch blicken.

Selbstverständlich werden die Wetterexperten landauf, landab dieser Tage mit der Frage konfrontiert, ob man sich denn Hoffnung auf weiße Weihnachten machen könne. Während im vergangenen Jahr Schneeschaufeln zum Festtagsprogramm gehörte, wird daraus in diesem Jahr wohl nichts. Linden geht davon aus, dass der Schnee sich nur bis zum morgigen Dienstag hält und es dann auch in den Höhenlagen wärmer wird. Daher werde die allermeisten Menschen im Kreis Euskirchen wohl keine weiße Weihnacht haben. Einzig in den Höhenlagen könnte es an Heiligabend und am ersten Feiertag heißen: „Leise rieselt der Schnee“. Laut Linden könnten in den etwa 600 Meter hoch gelegenen Orten ein bis zwei Zentimeter Schnee fallen. Und auch danach sieht’s nicht viel besser aus. Bis Silvester, so Karl-Josef Linden, sei derzeit nicht mit einem heftigen Wintereinbruch zu rechnen.



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