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Sieglarer Ochse

Rindvieh schwebte am Haken

Von Dieter Krantz, 23.12.11, 07:04h

Christbaumkugeln an den Hörnern, breite Spanngurte um den kräftigen Leib gezurrt: Das Rindvieh ließ alles mit Engelsgeduld über sich ergehen, was Bauunternehmer Volker Jansen und seine Mitarbeiter mit ihm anstellten.

KR-Ochse
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900 Kilo in der Schwebe: Aus einem Vorgarten in Lohmar-Weeg wurde der bronzene Ochse gestern auf einen Lastwagen gehievt und an seinen eigentlichen Standort in Sieglar gebracht. (Foto: Mischka)
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900 Kilo in der Schwebe: Aus einem Vorgarten in Lohmar-Weeg wurde der bronzene Ochse gestern auf einen Lastwagen gehievt und an seinen eigentlichen Standort in Sieglar gebracht. (Foto: Mischka)
LOHMAR/TROISDORF - Christbaumkugeln an den Hörnern, breite Spanngurte um den kräftigen Leib gezurrt: Das Rindvieh ließ alles mit Engelsgeduld über sich ergehen, was Bauunternehmer Volker Jansen und seine Mitarbeiter mit ihm anstellten. Es hatte aber auch keine andere Wahl: Beim gestrigen „Almabtrieb“ in Lohmar-Weeg ging es darum, einen 900 Kilo schweren bronzenen Ochsen ins Sieglarer Flachland zu bringen.

Zwei Monate hatte das Tier, 2005 von dem Bildhauer Willi Neffgen geschaffen und als Symbol des Ortes (siehe Kasten) vor der Geschäftsstelle der VR-Bank in Sieglar aufgestellt, Urlaub in der Lohmarer Höhenlage gemacht. An seinem eigentlichen Standort war es dem Umbau der Bankniederlassung im Wege. „Abbauen, einlagern und danach wieder aufstellen“ lautete daher im Herbst der Auftrag an Jansen, dessen Bauunternehmen mit Sitz in der Burg Sülz den Umbau durchführte. In einem Vorgarten des nur wenige Häuser zählenden Ortes Weeg fand das Tier im Oktober ein vorübergehendes Zuhause.

Ein firmeneigener Lastwagen mit Hebekran hievte gestern die 2,50 Meter lange und 1,50 Meter hohe Plastik auf die Ladefläche, leuchtend orange Spanngurte hielten die Bronzearbeit in aufrechter Position – auch auf dem Weg nach Sieglar, wo neue Betonfundamente gegossen worden waren. „Da werden die Leute vor allem auf der Autobahn Augen machen“, freuten sich Jansens Mitarbeiter vor der Abfahrt: Aufmerksam blickte der Charakterkopf, mit dem Rücken zur Fahrtrichtung, von der offenen Pritsche. In Sieglar heil angekommen, wurde der metallene Vierbeiner am Nachmittag wieder aufgestellt und fest ins Fundament einbetoniert. „Jetzt hat er wieder für einige Jahre Ruhe“, kommentierte das der Firmenchef Volker Jansen.



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