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Herkulesstraße

Notunterkunft fertig für Flüchtlinge

Erstellt 23.12.11, 07:03h

Ab sofort können in der neuen städtischen Notunterkunft im ehemaligen Straßenverkehrsamt an der Herkulesstraße Flüchtlinge aufgenommen werden. In einem nur dreiwöchigen Umbau sind zwei Etagen komplett saniert worden.

Köln - Ab sofort können in der neuen städtischen Notunterkunft im ehemaligen Straßenverkehrsamt an der Herkulesstraße Flüchtlinge aufgenommen werden. In einem nur dreiwöchigen Umbau sind zwei Etagen komplett saniert worden. Das Gebäude sei zunächst in den Rohbauzustand versetzt und dann wieder aufgebaut worden, sagte Sozialdezernentin Henriette Reker. „Wir haben jetzt erst einmal eine Reserve, denn wir hoffen, dass Flüchtlingsfamilien bei uns nicht in Aufenthaltsräumen übernachten müssen“.

Maximal 70 Menschen könnten an der Herkulesstraße für einen Zeitraum zwischen zehn Tagen und drei Wochen aufgenommen werden, betonte Reker. Es handele sich um Notunterkünfte, weil die Anlaufstelle an der Vorgebirgstraße nicht mehr für alle ausreiche. Dort sind zurzeit noch 20 Plätze frei. In den vergangenen Tagen seien 70 Menschen eingereist, darunter einige Jugendliche. Die etwa 25 Quadratmeter großen Zimmer sind auf drei bis vier Personen ausgerichtet. Dort, wo früher das Straßenzulassungsamt und die Ausländerbehörde der Stadt ihre Büros hatten, gibt es 23 Zimmer mit sanitären Einrichtungen. Gegessen und gekocht werden soll in einem großen Speisezimmer, das Deutsche Rote Kreuz übernimmt die Betreuung der Menschen.

Für die laufenden Betriebskosten an der Herkulesstraße zahlt die Stadt jährlich 150 000 Euro, hinzu kommen noch Kosten für die Bewachung des Gebäudes. Michael Schleicher, Leiter des städtischen Versorgungsbetriebes, sagte, mehr als 70 Flüchtlinge würden in dem leerstehenden Gebäude nicht untergebracht. Derzeit, so Schleicher, gibt es 1916 Flüchtlinge in Notunterkünften, damit ist die Aufnahmegrenze für die Stadt fast erreicht.

3000 Flüchtlinge sind in Wohnungen untergebracht. Im letzten Jahr seien teilweise monatlich 100 zusätzliche Flüchtlinge nach Köln gekommen, erinnerte Schleicher. Er und die Sozialdezernentin dankten den Handwerksbetrieben für ihre schnelle Arbeit, dem veranwortlichen Mitarbeiter der Stadt und den a+m Architekten mit Architekt Hans-Peter Tschorn. (hap)



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