Von Daniela Abels und Stefan Sommer, 02.01.12, 07:00h
„Wir wollen besonders die Familien ansprechen“, unterstreicht Gabi Früh vom TV Dünnwald. Da sind die Salditts ja gerade richtig. Sie sind nämlich mit drei „Männern“ unterwegs: Tobias (8) hat seine zwei Runden schon absolviert und wartet nun ein wenig bibbernd, aber stolz mit seiner Mutter auf Bruder Florian (9) und Vater Thomas (38), die nach drei Runden zufrieden ins Ziel traben. Alle wollen im nächsten Jahr wieder an den Start gehen. Für Edwin Roth ist das ohnehin Ehrensache. „Ich bin schon zum zehnten oder zwölften Mal dabei, so genau weiß ich das gar nicht“, sagt der 58-Jährige. Er läuft fünf bis sechs Mal die Woche, spult dabei 80 Kilometer herunter. Da sind die vier Runden, die er gerade hinter sich gebracht hat, nicht wirklich anstrengend. „Das schöne an dem Lauf hier ist, dass man viele Bekannte trifft, mit denen man dann auch ein bisschen quatschen kann.“ Und wem dazu beim Laufen die Puste fehlt, der hat bei Glühwein, Kinderpunsch und Neujahrsbrezeln hinterher noch genug Gelegenheit dazu.
Ganz anders geht es zwei Stunden später im Sportpark Höhenberg zu,wo neben vielen Hobbysportlern auch Läufer unterwegs sind, die richtig aufs Tempo drücken können. Auch beim 36. Silvesterlauf durch die Merheimer Heide ist der Regen Thema. „Ungünstige Wetterverhältnisse? Das war im letzten Jahr, als wir morgens noch den Schnee von der Startbahn kehren mussten“, sagt Lars Jucken vom Veranstalter TuS Köln rechtsrheinisch. Weit mehr als 300 Teilnehmer – vom Erstklässler bis zum Senioren und vom Hobbyläufer bis zum Profi – sahen das genau so und gingen dem Regen zum Trotz an den Start.
„Königsdisziplin“ waren die zehn Kilometer unter 45 Minuten, an der Topläufer aus Köln und der Umgebung teilnahmen. Neben dem Gastgeberverein schnitt vor allem der ASV Köln erfolgreich ab. Bei den Frauen siegte Jana Soethout mit 37:21 Minuten. Zweite wurde ihre ASV-Kollegin Lisa Jaschke (38:28), dicht gefolgt von der TuS-Läuferin Laura Gusik (38:33).
Bei den Herren gewann Favorit Erik Somsich vom ASV mit 32:05 Minuten. Überraschend Zweiter wurde Thomas Bartholome (TSV Kirchdorf/32:49), sodass sich Mitfavorit Frank Briesenick vom TuS rechtsrheinisch bei 33:42 Minuten mit Rang drei zufriedengeben musste.
Eröffnet wurde die Veranstaltung traditionell mit diversen Schülerläufen über 1400 und 2800 Meter. Bei der anschließenden Siegerehrung durfte sich vor allem die Familie Brambach freuen: Die sechsjährigen Zwillinge Hanna und Frieda belegten in ihrer Altersklasse die Plätze eins und zwei, während ihre Brüder Jakob (8) und Konrad (10) in ihren Altersgruppen als zweite über die Ziellinie liefen. Da hat der TuS vielversprechende Lauftalente in seinen Reihen.
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