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Bundesliga-Rückrunde

Viele Fragezeichen beim FC

Von Joachim Schmidt, 02.01.12, 10:50h, aktualisiert 03.01.12, 17:00h

Zum Beginn der Vorbereitungen auf die Bundesliga-Rückrunde herrscht eine gewisse Ungewissheit: Fakt ist, dass man sich in den nächsten Wochen womöglich von bis zu einem halben Dutzend Spielern trennt. Im Gegenzug sind wenige Neuzugänge geplant.

Lukas Podolski
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Für Lukas Podolski ist der 1. FC Köln eine Herzensangelegenheit. (Bild: dpa)
Lukas Podolski
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Für Lukas Podolski ist der 1. FC Köln eine Herzensangelegenheit. (Bild: dpa)
KÖLN - Als sich Stale Solbakken nach dem letzten Kölner Hinrundenspiel mit Blick auf den morgigen Trainingsauftakt in die Winterpause verabschiedete, tat er dies mit der Bemerkung, nicht genau zu wissen, was da personell alles auf ihn zukomme. Fakt ist, dass man sich in den nächsten Wochen womöglich von bis zu einem halben Dutzend Spielern trennt. Im Gegenzug sind wenige Neuzugänge geplant. "Zumindest an einen neuen Trainer müssen sich die Spieler nicht gewöhnen - hoffe ich zumindest", meinte der Norweger lachend.

Beste Chancen, einen neuen Club zu finden, dürften Sebastian Freis (26) und Kevin Pezzoni (22) besitzen. Beide sind beim SC Freiburg im Gespräch. Alexandru Ionita (22) steht vor einem Wechsel nach Italien oder in seine rumänische Heimat. Für den starken Regionalliga-Torjäger Mark Uth (20) wird ein höherklassiger Verein gesucht, und der zur Nummer drei abgerutschte Torhüter Miro Varvodic (22) will sich deshalb verändern. Ob auch Adam Matuschyk (22) die Freigabe für einen Wechsel erhält, ist nach Meinung von Solbakken eher unwahrscheinlich. Der polnische Nationalspieler möchte mehr Einsatzzeiten haben, um seine EM-Teilnahme nicht zu gefährden.

Bei Neuverpflichtungen will man sich dagegen eher zurückhalten. "Erst muss durch Verkäufe oder Leihgeschäfte Geld frei werden, bevor wir investieren", begründete Sportdirektor Volker Finke.

So wurden bislang nur der schwedische Nachwuchsstürmer Mikael Ishak (18) von Assyriska FF sowie Mittelfeldspieler Aias Aosman (18) vom Regionalligisten SC Wiedenbrück verpflichtet. Der ebenso junge Mergim Bajraktari aus der Reserve des FC Thun soll im Januar ein Probetraining beim FC absolvieren.

Spannend dürfte allein sein, ob noch ein gestandener Strafraumstürmer verpflichtet wird. Genannt wird dabei immer wieder der Ex-Kölner Patrick Helmes (27), der beim VfL Wolfsburg von Felix Magath aussortiert wurde. Auch Kollege Srdjan Lakic (28) will die Wölfe wieder verlassen. Wenn überhaupt, wäre einer von beiden nur über ein Leihgeschäft bis zum Saisonende finanzierbar.

Ebenfalls im Gespräch war der Senegalese Mame Biram Diouf (24) von Manchester United. Schon vor zwei Jahren machte der FC ja ein gutes Leihgeschäft mit ManU, als Zoran Tosic in der Rückrunde groß aufspielte.

Das möchte jetzt auch Milivoje Novakovic, der nach seiner langwierigen Hüftverletzung ebenso ins Mannschaftstraining zurückkehrt wie Andrézinho (Innenbandriss) und Petit (Kreuzbandriss). Für den Portugiesen geht es bereits am Donnerstag wieder zurück in sein Heimatland, bezieht der FC-Tross doch - wie Nachbar Bayer 04 - dort an der Algarve ein einwöchiges Trainingslager. Dabei kommt es am 8. und 11. Januar zu Testspielen gegen Hannover 96 und den FC Utrecht. Die Leverkusener treffen an den gleichen Tagen auf den RKC Walwijk und den SC Heerenveen.

Schließlich wären da noch zwei weitere, in den vergangenen Wochen viel diskutierte Personalien, die man in Kürze beim FC geregelt haben will: Zum einen ist da das Angebot an Lukas Podolski für eine Vertragsverlängerung. Ein erstes Gespräch mit Volker Finke soll es in den nächsten Tagen im Trainingslager geben. Bis zur Entscheidung des von immer mehr Clubs - vornehmlich aus dem Ausland - umworbenen Torjägers dürfte es aber noch Wochen oder gar Monate dauern.

Wesentlich unproblematischer und schneller dürfte die Nominierung eines Präsidentschaftskandidaten durch den Verwaltungsrat des 1. FC Köln erfolgen. Wie die Rundschau aus gut unterrichteter Quelle erfuhr, hat man Manfred Hell das Amt angeboten. Der frühere Geschäftsführer des Wanderer- und Bergsteiger-Ausrüsters Jack Wolfskin fühle sich geehrt, hieß es. Der 55-jährige Privatier habe sich aber eine zweiwöchige Bedenkzeit erbeten.



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