Von Christian Deppe, 03.01.12, 14:34h, aktualisiert 04.01.12, 11:30h
Hotel Savoy: Lärm und Hektik bleiben draußen vor der Tür
Wer das Savoy betritt, fühlt sich an einen anderen Ort versetzt: Lärm und Hektik der Großstadt bleiben draußen vor der Tür, stattdessen empfängt den Gast entspannte Atmosphäre in gepflegtem Ambiente. Der persönliche Stil des Hauses, das besondere Interieur und die individuelle Betreuung sind wohl auch der Grund dafür, dass zu den vielen Stammgästen des Hotels auch viele Stars gehören, von Hannelore Elsner bis Christiane Hörbiger, von Udo Jürgens bis Götz George. Der hat Ragge einmal gefragt, warum sie ihr schönes Hotel ausgerechnet in der eher tristen Umgebung auf der Rückseite des Hauptbahnhofs aufgebaut habe.
Doch die Unternehmerin hat eine besondere Beziehung zum urkölschen Viertel: In ihrer Jugend hat sie das Internat der Ursulinenschule besucht. Und so liegt der 58-Jährigen auch der nahe Eigelstein am Herzen, dessen Südseite, wie bereits berichtet, durch die Illumination der Bahnunterführung Marzellenstraße bereits in ein günstigeres Licht gerückt und durch den Neubau weiter aufgewertet wird. Über die Fassadengestaltung muss noch entschieden werden, dem Umfeld entsprechend soll sich das äußere Erscheinungsbild des Gebäudes aber durch Kleinteiligkeit auszeichnen. Unter dem Haus ist ein zweigeschossige Tiefgarage mit 28 Plätzen vorgesehen.
Design-Hotel durch Suitenhaus ergänzen
Die Idee, das Design-Hotel durch ein Suitenhaus zu ergänzen, sei auch dem Umstand geschuldet, dass viele Gäste gerade aus der Künstler- und Medienbranche über Monate im Savoy verweilen. Ihnen wollen Gisela Ragge und Juniorchefin Daniela Ragge Zwei-Zimmer-Appartements anbieten, deren Raum-Zuschnitt dank Schiebewänden variabel ist, die über begehbaren Kleiderschrank, Gäste-WC und offenes Bad verfügen. Zum begrünten Innenhof öffnet sich ein "French-Balkon", das Boardinghaus hat außerdem einen eigenen Fitnessbereich. Auf Wunsch können die Gäste den kompletten Hotelservice mitbuchen, und auch die öffentlichen Räumlichkeiten sowie den legendären Wellness- und Spa-Bereich des Hotels nutzen. Was so viel Luxus am Ende kosten wird, darüber müsse sie sich noch Gedanken machen, verdeutlicht Ragge.
Dem Anspruch, dem Besonderen Raum zu geben, will die Hotelchefin auch bei der Vermietung der drei neuen Ladenlokale im Erdgeschoss gerecht werden. So wie sie überhaupt hofft, dass ihr Engagement die Nachbarschaft ermutigt, ebenfalls in die Entwicklung des Eigelsteins zu investieren. Sie selbst geht auch an anderer Stelle mit gutem Beispiel voran, indem sie auf dem bislang mindergenutzten Grundstück Eigelstein 49 zurzeit einen Neubau (fünf Voll- und ein Sattelgeschoss) mit einem Ladenlokal und fünf Wohnungen errichten lässt. Die Mieter können einen Ausblick genießen, der auch Ragge schwärmen lässt. Auf der Rückseite fällt der Blick auf den Kölnturm im Mediapark, auf der Vorderseite die Dagobertstraße entlang bis hin zur Ursulinenschule.
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