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1. FC-Köln Auftakttraining

Dicker Knöchel stoppt Podolski

Von Joachim Schmidt, 03.01.12, 17:00h, aktualisiert 04.01.12, 09:39h

Der 1. FC Köln hat mit der Vorbereitung für die Bundesliga-Rückrunde begonnen. Beim Auftakttraining nicht dabei war Lukas Podolski, der wegen eines geschwollenen Knöchels noch geschont wurde. Er sei aber in einer hervorragenden konditionellen Verfassung, so Trainer Solbakken.

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Auftakttraining beim FC Köln. (Bild: dpa)
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Auftakttraining beim FC Köln. (Bild: dpa)
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Trainer Solbakken hat seine Jungs im Blick.
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KÖLN. Eigentlich hatte die Mannschaft des 1. FC Köln beim gestrigen Auftakt der Rückrundenvorbereitung im Mittelpunkt stehen sollen. Doch dann war es wieder Lukas Podolski, um den sich das Interesse der rund 500 zum Geißbockheim gekommenen Fans drehte. Dabei bekamen sie ihn überhaupt nicht zu Gesicht. Denn die Kultfigur blieb verletzt im Fitnessbereich des Clubs und spulte einige Kilometer auf einem Fahrradergometer ab.

"Beim Hallenfußballspiel mit Freunden hat er sich eine Knöchelverletzung zugezogen. Das Gelenk ist dick angeschwollen und ganz blau", verriet Stale Solbakken. Da der 14-fache Torschütze der Hinrunde aber in sehr guter körperlicher Verfassung sei, könne er die erwartete vier- oder fünftägige Trainingspause problemlos verkraften.

Ob sich die Blessur wirklich als eher harmlos herausstellt, werden die ersten Tage im portugiesischen Trainingslager zeigen, in das die Mannschaft morgen aufbricht. Eine ähnliche Verletzung hatte ihn übrigens vor einem Jahr von einem gezielten Vorbereitungstraining abgehalten.

Nicht gehindert wurde der 26-Jährige durch die Blessur an einer Gesprächsrunde, in der es um seine Zukunftsplanungen ging. Im Beisein seiner Berater Kon und Sandro Schramm stellten ihm die FC-Geschäftsführer Volker Finke und Claus Horstmann das FC-Angebot für eine vorzeitige Verlängerung des 2013 auslaufenden Vertrages vor.

Anschließend ließ Lukas Podolski mitteilen, dass er sich bei der FC-Führung einige Monate Bedenkzeit auserbeten habe. Danach solle es weitere Gespräche geben. Zum gestrigen Meinungsaustausch vereinbarten beide Seiten Stillschweigen. So will man offenbar versuchen, Ruhe in die Diskussionen über einen möglichen Verkauf des derzeit mit gut 20 Millionen Euro bewerteten Offensivspielers zu bekommen. Eine Entscheidung könnte nach der im Juni anstehenden Europameisterschaft fallen. Das Interesse an Podolski war in den letzten Monaten vor allem im Ausland enorm gestiegen und soll ihm äußerst lukrative Angebote beschert haben.

Eine Entscheidung steht indes bei zwei seiner Kollegen bevor. Tomoaki Makino und Alexandru Ionita stellen sich bei möglichen neuen Arbeitgebern vor. Während es bei dem Japaner wohl um die Zweitligisten FSV Frankfurt und FC Ingolstadt geht, sind am Rumänen ein Bundesligist und ein ausländischer Club interessiert. Während die beiden also die Mannschaft verlassen, waren andere Spieler gestern wieder im Training dabei. Neben Neuverpflichtung Mikael Ishak ("Wir dürfen ihn nicht unter Druck setzen", so Solbakken) waren das die Langzeitverletzten Petit, Andrézinho und Milivoje Novakovic.

Vor allem der slowenische Torjäger soll nach seiner Hüftverletzung an frühere Glanztage anknüpfen. "Ich habe großen Rückstand und auch noch etwas Angst bei manchen Aktionen. Aber es hat mir große Freude bereitet, mit dem Ball mit den anderen zu trainieren", meinte der 30-Jährige. Bereits beim Rückrundenauftakt in 17 Tagen in Wolfsburg will er auf dem Platz stehen. Aus Sicht von Novakovic kommt auf den FC trotz der guten Ausgangslage mit 21 Punkten und dem zehnten Tabellenplatz eine schwierige Rückrunde zu. "Köln gehört in die obere Tabellenhälfte. Diesen neunten Platz wollen wir. Aber ich glaube, dass die Rückrunde noch schwieriger wird als die Hinserie. Deshalb müssen wir uns jetzt sehr gut vorbereiten."

So sieht es auch Stale Solbakken, der gestern vor dem zweieinviertelstündigen Leistungstest und Training entsprechend an die Spieler appelliert hatte. "Wenn wir - anders als in der Hinrunde - vom Verletzungspech verschont bleiben und als Mannschaft stabiler werden, sollte einiges möglich sein", hofft der Norweger. Vor allem dürfe man nicht mehr so hohe Niederlagen hinnehmen wie beim 0:5 gegen Dortmund, dem 1:5 gegen Schalke und den 0:3-Pleiten gegen Wolfsburg, Hertha, Mönchengladbach und Bayern.

Seinen Beitrag dazu möchte auch Christian Clemens leisten, wenngleich der Außenstürmer mehr für Torerfolge als für deren Vereitelung zuständig ist. Mit seinem im Spiel gegen Freiburg direkt verwandelten Eckball wurde der 20-Jährige jetzt für das Tor des Monats Dezember bei der ARD nominiert.



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