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Dreigestirn zieht in Hofburg

Der Prinz wird zum Wettkönig

Von Thorsten Moeck, 05.01.12, 11:27h

Für all diejenigen, denen die Bedeutung des Dreigestirns in Köln nicht vollends bewusst ist, muss der Einzug in die Hofburg ein unfassbares Schauspiel sein. Mit einem stattlichen Gefolge zieht das Dreigestirn durch die Stadt bis zur Hofburg.

Einzug in die Hofburg
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Am Mittwoch ist das Dreigestirn in die Hofburg eingezogen. Wir zeigen Impressionen in unserer Bildergalerie. (Alle Bilder: Meisenberg)
Einzug in die Hofburg
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Am Mittwoch ist das Dreigestirn in die Hofburg eingezogen. Wir zeigen Impressionen in unserer Bildergalerie. (Alle Bilder: Meisenberg)
Köln - Für all diejenigen, denen die Bedeutung des Dreigestirns in Köln nicht vollends bewusst ist, muss der Einzug in die Hofburg ein unfassbares Schauspiel sein. Das Personal des Pullman-Hotels steht erwartungsfroh am Eingang Spalier, dann ziehen Prinzen-Gardisten mit großem Tamtam vorbei, ebenso Abordnungen der übrigen acht Traditionskorps. Mehr als 200 Menschen insgesamt. Schließlich entsteigt das designierte Trifolium einer Kutsche. "Irre", staunt der künftige Prinz Marcus II. und bekennt, vor lauter Aufregung nur bis drei Uhr geschlafen zu haben. Das sind zutiefst menschliche Züge für einen Mann mit solch riesigem Gefolge.

Spätestens um elf Uhr ist auch der letzte Hotelgast wach. Als Prinz Marcus Gottschalk, Bauer Thorsten Schmidt und Jungfrau Oliver von Rosenberg durchs Foyer schreiten, schmettert der Spielmannszug der Prinzen-Garde los. "Es ist schön, nach Hause zu kommen", schwärmt Festkomitee-Präsident Markus Ritterbach feierlich, "das war schon ein kleiner Rosenmontagszug zur Hofburg." Bereits seit 40 Jahren bezieht das Dreigestirn Quartier im Pullman.

Weil der Prinz ein Namensvetter des scheidenden "Wetten dass"-Moderators Thomas Gottschalk ist, überrascht Hotel-Direktor Rolf Slickers das Dreigestirn mit einer originellen Wette. Prinz, Bauer und Jungfrau müssen sich die Augen verbinden lassen und dann einen Gardisten jedes der neun Traditionskorps anhand der Uniform ertasten. Ein leichtes Spiel für das Trio. Nun will Slickers dem Dreigestirn als Wetteinsatz einmal das Frühstück im Bett servieren. Als Dank für die Gastfreundschaft ernennt Kurt Stumpf, Präsident der Prinzen-Garde, den Hoteldirektor umgehend zum Ehrenhauptmann.

Der Einzug in die Hofburg ist dieses Mal ein Heimspiel für das Dreigestirn, denn die drei Herren entstammen der Prinzen-Garde, und Gottschalk selbst hat als Adjutant fünf Jahre lang den Prinzen im Dreigestirn zur Seite gestanden.

Als Ritterbach die künftigen Tollitäten vorstellt, herrscht Stadionatmosphäre in der Hofburg. Der ganze Saal skandiert die Nachnamen von Prinz, Bauer und Jungfrau. Sie sind ohne Frage die Stars der Branche. "So eine Kulisse gab es hier noch nie", stellt Slickers dann für seine Verhältnisse sehr euphorisch fest. Am Freitag wird das Dreigestirn zur Proklamation antreten.



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