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Künstler-Forum

Großer Zuspruch für Kunstscheune

Von Hanna Styrie, 24.01.12, 07:03h

Ein ehemaliges Architekturbüro in der Nähe des Lechenicher Friedhofs vorübergehend als Ausstellungsort zu nutzen, war eine Chance, die sich das Künstlerforum Schau-Fenster keinesfalls entgehen lassen wollte.

Ausstellung der Kreativen
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Groß war das Interesse an der Ausstellung der Kreativen des Künstlerforums Schau-Fenster, die in der Kunstscheune „Weltersmühle“ ihre Arbeiten und die Jahresgabe „Druckwerke“ präsentierten. (Foto: Jeske)
Ausstellung der Kreativen
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Groß war das Interesse an der Ausstellung der Kreativen des Künstlerforums Schau-Fenster, die in der Kunstscheune „Weltersmühle“ ihre Arbeiten und die Jahresgabe „Druckwerke“ präsentierten. (Foto: Jeske)
ERFTSTADT - Ein ehemaliges Architekturbüro in der Nähe des Lechenicher Friedhofs vorübergehend als Ausstellungsort zu nutzen, war eine Chance, die sich das Künstlerforum Schau-Fenster keinesfalls entgehen lassen wollte. Kurzerhand wurde das langgestreckte Backsteingebäude mit den bodentiefen Fensterfronten und dem Blick auf grüne Wiesen zur „Kunstscheune“ umfunktioniert.

Im Erdgeschoss des lichtdurchfluteten Baukörpers haben vor allem Bildhauer und Keramiker wie Anne Dellen, Clelia Meyer und Ilse Schotten einen großen Auftritt. Ungleich schwieriger war die Präsentation der Gemälde und Zeichnungen, da die Transparenz der Räume erhalten bleiben sollte.

Das Ergebnis vieler Überlegungen aber kann sich sehen lassen. Schaufenster-Vorsitzende Rosemarie Walker kündigte im Kreise zahlreicher Besucher bei der Eröffnung denn auch an, die Räume nach Kräften nutzen zu wollen, solange die Möglichkeit dazu bestehe.

17 künstlerisch tätige Mitglieder zeigen derzeit auf zwei Etagen ihre Arbeiten; im Zentrum aber steht die Präsentation der Jahresgabe, die das Künstlerforum erstmalig in seiner langen Geschichte herausgegeben hat.

Elf Künstler haben für die Kassette „Druckwerke“, die in einer limitierten Auflage von elf Stück erschienen ist, Grafiken beigesteuert, die eigens für diesen Zweck geschaffen wurden. 130 Euro kostet die hochwertige Sammlung grafischer Blätter im Format DIN A4; darunter sind vorwiegend Holz- und Linoldrucke und ein Siebdruck, der den Kölner Dom zeigt.

Theo Kerp hat einen Moosgummi-Druck mit Fettstift überzeichnet. Der Erlös aus dem Verkauf fließt in die Vereinskasse und wird für Ausstellungsaktivitäten verwendet.

Hochbeglückt sind die beteiligten Künstler über das noble Ambiente der „Kunstscheune“. Klaus Schramm ließ sich von einem Hölderlin-Gedicht zu einer Werkserie anregen, unter der ein großes Materialbild besonders ins Auge fällt. Hildburg Henning ist mit einer Stadtlandschaft vertreten, die von jeder Seite verblüffend anders aussieht; Günter Wagner zeigt eine Vidoeinstallation mit dem Titel „Rotes Schwein frisst blaues Schaf“.

Fotografin Helga Premm hat passend zur Jahreszeit Aufnahmen winterlicher Landschaften ausgewählt; den Kontakt zur Umgebung stellen auch die aus Baumscheiben entstandenen Skulpturen von Anne Bölling-Ahrens her.

Die Ausstellung des Künstler-Forums Schau-Fenster in der Kunstscheune, Weltersmühle 52, ist Freitag bis Sonntag (27.-29. Januar) von 11-18 Uhr geöffnet.



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