
Wenn der Alltag zum Problem wird
Rund 50.000 Mal pro Jahr stellen
Augenärzte in Deutschland
die Diagnose feuchte
AMD. Bei dieser unheilbaren
Erkrankung der Netzhautmitte
brechen neugebildete Blutgefäße
durch die unter der
Netzhaut liegende Schicht. Sie
zerstören diese durch Flüssigkeitsaustritt,
Blutungen und
letztlich Vernarbungen. In der
Folge verschlechtert sich die
Sehschärfe im Zentrum des
Blickfeldes erheblich. Die Patienten
haben das Gefühl, dass
beim Sehen „etwas im Weg
ist“ und können schlecht lesen
oder Personen erkennen.
Brachytherapie mit Strontium-90
Eine neue Behandlungsform
ist die Bestrahlung mit Strontium-
90. Dabei wird in einer
kurzen ambulanten Operation
die mikroskopisch kleine
Strahlenquelle mit einem
speziellen Gerät gezielt bis
zur beschädigten Stelle an
der Netzhaut vorgeschoben.
Die präzise Energiedosis zerstört
die wuchernden
Blutgefäßmembranen
und stoppt
die Blutungen,
während das benachbarte
Gewebe
verschont bleibt.
Anschließend folgen 1-2
Injektionen mit einem unterstützenden
Medikament. Bei
zwei Drittel aller Patienten
stabilisiert sich die Sehschärfe
bleibend.
Nur eine OP nötig
Die einmalige Bestrahlung
mit Strontium-90 kann der
Mehrheit der Betroffenen die
bisher notwendigen, regelmäßigen
Injektionen ins Auge ersparen.
Meist genügt nach der
OP eine einzige Injektion, wodurch
sich der Behandlungsaufwand
deutlich verringert.
Dieser neue Ansatz kann auch
in Fällen helfen, bei denen die
Injektionen nicht anschlagen.
„Wir können die feuchte AMD
durch die Strontium-Strahlentherapie
nicht heilen“,
sagt Dr. Böhm.
„Aber für viele Patienten
gibt es jetzt
eine Chance, mit
einem einmaligen
Eingriff dauerhaft
die Schädigung der
Makula aufzuhalten. Die
Lebensqualität steigt spürbar“.
Kontakt:
Augenklinik am Neumarkt
Dr. med. Omid Kermani
Dr. med. Georg Gerten & Partner
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