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Alle sechs Monate zieht die Kölnische Rundschau Bilanz. Bereits zum achten Mal erscheint der Köln-Kompass als Gradmesser der Kölner Stadtentwicklung.
Bereits zum achten Mal legt die Rundschau-Redaktion ihren „Köln-Kompass“ vor. Wie schlägt sich die Stadt momentan in den Disziplinen Wirtschaft, Stadtentwicklung, Verkehr, Umwelt und Kultur? Die Rundschau-Redaktion haben 25 Themen und Projekte in Köln untersucht und bewertet. Von Stefan Sommer
Hintergrund: zum achten Köln-Kompass
Einen dramatischen Rückgang der Gewerbesteuer hat der Kämmerer kürzlich beklagt. Der Oberbürgermeister sprach in seiner Antrittsrede von 546 Millionen Miesen, die die Stadt im kommenden Jahr aufzufangen hat.
Unser Urteil: Schlecht
38,1 Millionen Fahrgäste mehr in zehn Jahren. Das Geschäft der KVB boomt. Allerdings fühlen sich die Menschen nicht so sicher in der Bahn. Brutale Überfälle - auch in Köln - sind Schuld daran.
Unser Urteil: Neutral
Kurzarbeit ist eines der Wörter des Jahres. Die Finanzkrise hat auch in Köln deutliche Spuren hinterlassen. Im Juli waren 55 809 Kölner ohne Arbeit, die Quote lag bei 10,9 Prozent - der Tiefpunkt.
Die Bäderlandschaft befindet sich im Umbruch. Das neue Ossendorfbad ist gerade vollendet, an der Lentstraße entsteht zurzeit ein modernes Eis- und Schwimmstadion, und auch das Müngersdorfer Stadionbad und das Zollstockbad werden umgebaut.
Unser Urteil: Gut
Bildergalerie: Ein Blick in das neue Ossendorfbad
Das Jahr der Regionale hat begonnen, und die damit verbundenen Vorhaben in Köln und der Region warten auf ihre Umsetzung. Das Kölner Projekt mit der wohl größten Komplexität, die Archäologische Zone, befindet sich nach wie vor erst in der Vorbereitung.
Die dynamische Kölner Kreativbranche zählt insgesamt rund 42 000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Die Region rangiert bundesweit auf Platz 2 und ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.
Bildergalerie: Rheinhallen-Arbeiten gehen weiter
Mit über 27.000 Arbeitsplätzen ist Köln der führende Logistikstandort in NRW und bundesweit auf Platz vier. Rund 5600 Unternehmen in der Region profitieren von einer guten Anbindung zu Lande, zu Wasser und in der Luft.
Die Stadt hat die Hoffnung auf die notwendigen Fördermittel zur baulichen Aufwertung des Bereichs rund um Dionysoshof und Baptisterium nicht begraben - im Gegenteil. In den nächsten Monaten will sie beim Bauministerium einen zweiten Anlauf wagen.
Die Entwicklung ist beängstigend: Die Zahl der Straßenraubdelikte in Köln geht steil nach oben. Bis September 2009 verzeichnete die Polizei eine Zunahme von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr - Tendenz steigend.
Die Umstellung vom Bring-auf das Holsystem auch für Papier und Karton ist abgeschlossen. Viele Kölner haben eine kleinere Restmülltonne bestellt, wenn sie das wegen der Mindestmenge von 20 Litern pro Person durften.
Der Umbau des Breslauer Platzes rückt immer weiter in die Ferne: Ursprünglich sollte die Neugestaltung in diesem Jahr beginnen. Doch daraus wird nichts. Wieder stockt das Getriebe.
Mehrere hundert Schäden auf einmal hat die Sanierung der Fahrbahn in der Dürener Straße zwischen Universitätsstraße und Gürtel beseitigt. Der Preis dafür: rund 563 000 Euro. Nach und nach greifen die Millionen.
Die Standortsuche und das Konzept für den Wiederaufbau des Historischen Archivs haben das zweite Halbjahr 2009 geprägt. Die Ursache der Einsturzkatastrophe vom 3. März ist auch zehn Monate danach noch nicht erforscht.
Hintergrund: Bilder, Grafik, Forum, Infos zum Einsturz
Der ursprüngliche Zeitplan sah vor, mit dem Umbau des Gerling-Areals schon in 2009 zu beginnen. Aus unterschiedlichen Gründen ließ er sich nicht einhalten. Die Stadt ist zuversichtlich, dass der Bebauungsplan nun in den nächsten Wochen verabschiedet wird.
Mit "Hairspray" hat Köln erneut ein Musical, mit dem es bundesweit punkten wird. Die rasante Show mit Uwe Ochsenknecht und Maite Kelly ist auf dem besten Weg, ein ähnlicher Publikumsmagnet wie "We will rock you" zu werden.
Bildergalerie: „Hairspray“ im Musical Dome
Seit Anfang September steht alles still im Godorfer Hafen, es gibt einen gerichtlich verordneten Baustopp. Damit könnte es nun Jahre dauern, bis sich am Godorfer Hafen wieder etwas tut
Nun wird's wirklich Zeit: Im Sommer muss die Oper aus dem bröckelnden Riphahn-Bau am Offenbachplatz ausziehen, weil eine weitere Spielgenehmigung nicht erteilt würde.
Unser Urteil: Sehr gut
Eigentlich könnte die Stadt mit ihren acht Schmuckstücken glänzen wie kaum eine andere. Doch bei den Preziosen gibt es erhöhten Politurbedarf.
Wissenschaft und Forschung sind ein bedeutender Standortfaktor. An den Hochschulen studieren rund 64 000 Menschen. Die Hochschulregion zählt zu den attraktivsten Europas, darunter die Uni und FH als bundesweit größte.
Hier tut sich weiter sehr viel: Neben dem Ausbau der offenen Ganztagsgrund-und -förderschulen auf nun 18 800 Plätze (52 Prozent) wurde die Ganztagsoffensive für weiterführende Schulen erheblich vorangebracht.
2010 wird der Zoo, der Liebling der Kölner, 150 Jahre alt. Als "Geburtstagsgeschenk" wartet er mit einer Attraktion auf: Eine neue afrikanische Flusslandschaft mit Flusspferden, Nilkrokodilen und Antilopen.
Ikea eröffnet, dafür müssen Realkauf und Viva aufgrund hoher Verluste schließen. Das bekannte Einrichtungshaus Pesch wird nach der Insolvenz durch ein verändertes Konzept gerettet. Für Traditionshäuser wie Hertie in Porz und Chorweiler gibt es dagegen keine Hoffnung mehr.
Der Bau für das CECAD-Laborgebäude, das universitäre Forschungszentrum für die Alterserkrankungen, hat begonnen. Außerdem soll die Hochschulklinik ein Zentrum für junge Krebsforscher werden.
Im Breitensport gibt es erfreuliche Nachrichten: Kinder von Köln-Pass-Inhabern können für ein Jahr kostenlos Mitglied in einem Sportverein werden. 250 000 Euro stehen für das Projekt "Kids in die Clubs" bereit.
Der Grundstein ist gelegt: Die Türkisch-Islamische Union Ditib hat im November mit dem Bau ihrer Moschee in Ehrenfeld begonnen. Mit der Fertigstellung wird 2011 gerechnet.
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22. April 2012,E-Werk Köln
06. März 2012,Studio 672
04. März 2012,E-Werk Köln
25. Februar 2012,E-Werk Köln
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