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Karnevalssession: Marc Metzger sagt alle Termine ab

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Auf den Karnevalsbühnen verwandelt sich Marc Metzger in den  „Blötschkopp“. Im Jahr absolviert er 500 Auftritte. Foto: Hanano
In dieser Session wird der „Blötschkopp“ Marc Metzger nicht auftreten. Der Moderator und Büttenredner hat alle Termine abgesagt. Erst Anfang Dezember hatte Metzger öffentlich gemacht, dass er unter Multipler Sklerose leidet.  Von
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Köln

Eine traurige Nachricht für den Karneval am Tag der Prinzenproklamation: Marc Metzger ("Blötschkopp") hat alle Termine für die Session abgesagt. Seine Ehefrau Veronika, die im Oktober sein Management übernommen hatte, bestätigte dies gestern auf Nachfrage. Sie bat um Verständnis dafür, dass sie sich zunächst nicht detaillierter äußere. Metzger soll sich seit Freitag in einer Klinik befinden.

Der 39-Jährige, der im Karneval in den vergangenen Jahren eine steile Karriere hinlegte, hatte erst Anfang Dezember öffentlich gemacht, dass er seit 1999 unter Multipler Sklerose leidet (die Rundschau berichtete). Diese unheilbare, chronische Entzündung des Zentralen Nervensystems führt unter anderem zu Beeinträchtigungen des Sehvermögens und der Feinmotorik. Darunter litt auch Metzger, wie er sagte. Zuletzt hatte er dennoch bis zu 500 Auftritte im Jahr absolviert. "In Zukunft reichen auch 300 Termine", hatte er noch vor einem Monat im Rundschau-Interview angekündigt.

Doch in dieser Session wird er wohl nicht mehr auf der Bühne stehen. Die Nachricht schockierte gestern auch die Karnevalisten. "Ich finde das ganz schrecklich und traurig", sagte Festkomitee-Präsident Markus Ritterbach, der von der Nachricht am Nachmittag vor der Prinzenproklamation überrascht wurde. "Marc ist ein ganz hervorragender Redner", drückte Ritterbach sein Bedauern aus. "Aber man muss eine solche Entscheidung akzeptieren, er wird seine Gründe haben." Wie es nun für diese Session weitergeht, ist noch unklar. Hubert Koch, Baas des Literatenstammtischs weiß, dass das Schließen der Programmlücken eine große Herausforderung sein wird: "Marc Metzger tritt ja praktisch bei jeder zweiten Sitzung auf." Nun müssten sie erst einmal die Listen durchgehen und gucken, welche Künstler frei seien, um den Gesellschaften dann jeweils einen Ersatz für ihre Sitzungen anbieten zu können.

Betroffen zeigten sich derweil vor allem Metzgers Kollegen. "Ich wünsche Marc das Allerbeste", sagte Bernd Stelter. Er sei sehr traurig darüber und bedaure den Verlust vor allem auch für die Jecken in dieser Session. "Mit Marc Metzger und Willibert Pauels fehlen uns nun zwei große Redner", sagte Stelter. Aber er und die Kollegen würden auf der Bühne natürlich trotzdem alles geben, versprach er.

Der "Bergische Jung" hatte im Sommer aufgrund einer Depression seine Termine ebenfalls abgesagt. Pauels selbst zeigte sich von der Nachricht gestern schockiert. "Marcs Entscheidung kann ich gut nachvollziehen", sagte er. Der Druck sei einfach "hardcore": "Es gibt wohl keinen Bühnenberuf, bei dem sich die Anspannung so sehr auf wenige Wochen konzentriert, wie den des Büttenredners." Er wünsche Marc von ganzem Herzen, dass sich seine Gesundheit stabilisiere. "Ich denke jeden Tag an ihn und bete für Marc", sagte der Diakon. "Er hat meine hundertprozentige Solidarität." Am wichtigsten sei, dass es Marc schnell wieder bessergehe und er seine innere Ruhe finde. Pauels resümierte: "Wir sind aus demselben Holz geschnitzt - der Marc und ich."

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