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Arbeitsmarkt: Flaute wird spürbar

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Die Agentur für Arbeit in Köln blickt mit verhaltenen Erwartungen in das kommende Jahr: Der Arbeitsmarkt zeigt sich stabil. Die Agentur rechnet bei konstanten Beschäftigungszahlen gleichwohl mit einem leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit. Von
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Die Agentur für Arbeit in Köln blickt mit verhaltenen Erwartungen in das kommende Jahr: Der Arbeitsmarkt zeigt sich stabil. Die Agentur rechnet bei konstanten Beschäftigungszahlen gleichwohl mit einem leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit, wie die Agenturchefin Roswitha Stock deutlich machte. 2012 lag die Zahl der arbeitslosen Menschen im Schnitt bei 50 000, für 2013 erwartet die Agentur einen Jahresdurchschnitt von 51 000.

Die Bilanz

Die Zahl der Kölner, die sich unmittelbar nach dem Jobverlust arbeitslos melden mussten, stieg im Jahresverlauf um 3,5 Prozent auf gut 36 400. Auf der anderen Seite sank die Zahl derer, die aus der Arbeitslosigkeit eine neue Erwerbstätigkeit aufnehmen konnten, um 2,3 Prozent auf 28 700. Die Arbeitslosenquote stieg von in 2011 durchschnittlich 9,5 Prozent in diesem Jahr auf 9,6 Prozent. Das Ganze bei steigender Beschäftigung, die im ersten Quartal um 2,1 Prozent auf einen Spitzenwert von 483 000 Erwerbstätigen kletterte.

Schlecker-Frauen

Aufgrund der Insolvenz der Drogeriemarktkette Schlecker verloren auch im Bezirk der Arbeitsagentur Köln viele, meist weibliche Mitarbeiter ihren Job. Von den 178 „Schlecker-Frauen“ seinen 80 Prozent nicht mehr arbeitslos. 40 Prozent hätten direkt eine neue Arbeitsstelle gefunden, ein Teil der Beschäftigten habe sich selbstständig gemacht. Die „Schlecker-Frauen“hätten sich bei der Arbeitssuche durch besonderes Engagement ausgezeichnet, so Stock.

Branchenunterschiede

Den Arbeitsmarkt für Freiberufler und den Sektor der wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen bezeichnet Stock als unbeständig, aber aufstrebend. Schwieriger sei es im Bereich der Versicherung, da Firmen abgewandert seien und Stellen im Innendienst gekürzt werden. Im Gesundheits- und Erziehungswesen wachse die Beschäftigung, es fehlten aber die Fachkräfte, ebenso im Bereich der Informatik. Das Ausbaugewerbe zeige eine starke Nachfrage nach Arbeitskräften, anders als der Industrie- und Verwaltungsbau. Der Logistikbereich sei sehr von der Konjunktur abhängig, werde aber weiterhin wachsen.

Fachkräfte gesucht

Der Mangel an Fachkräften bleibt ein Thema, Ingenieure zum Beispiel würden händeringend gesucht. Dr. Witich Roßmann, Vorsitzender der IG Metall und zurzeit auch des Verwaltungsausschusses der Arbeitsagentur, bezeichnete es als „eine der wichtigsten Aufgaben der Unternehmen, die betriebliche Ausbildung auszuweiten“. Schwer haben es dagegen Menschen ohne berufliche Qualifikation. Für Qualifizierung will die Arbeitsagentur 2013 weit über zehn Millionen Euro ausgeben, 4,3 Millionen mehr 2012.

Zeitarbeit

Der Anteil der Arbeitnehmer, die in Zeitarbeitsfirmen beschäftigt sind, ist mit 3,1 Prozent gegenüber 3,2 Prozent im Vorjahr leicht gesunken. Doch fänden viele junge Menschen, die ihre Ausbildung gerade abgeschlossen hatten, oftmals keine andere Beschäftigung als in Leih- und Zeitarbeitsfirmen, kritisierte Roßmann. Dagegen sieht Wolfgang Reß, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands Kölnmetall und Vizevorsitzender des Verwaltungsausschusses der Arbeitsagentur, die Zeitarbeit als ein wichtiges Instrument, um flexibel auf unterschiedliche Auftragslagen zu reagieren. Reß und Roßmann begrüßten die Verlängerung der Bezugsdauer des Kurzarbeitergelds. Einmütig sprachen sie dafür aus, die einst erfolgreichen Regeln zum sogenannten „Kurzarbeitergeld plus“ in eine Rechtsverordnungsermächtigung aufzunehmen, damit die Betriebe bei einer möglichen Zuspitzung der wirtschaftlichen Entwicklung kurzfristig reagieren könnten.

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