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FC gegen Dynamo Dresden: Kölner Polizei befürchtet Fan-Krawalle

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Verboten: Dynamo-Fans brennen beim Pokal-Spiel  ihrer Mannschaft im Westfalenstadion in Dortmund Pyrotechnik ab. Nach dem Spiel kam es zu schweren Krawallen. Foto: dpa
Die Pläne für die Reise nach Köln werden in einer Gaststätte in der Dresdner Neustadt geschmiedet. In dem Lokal im Kneipenviertel der Stadt treffen sich regelmäßig Hooligans und organisieren ihre Fahrten zu Auswärtsspielen. Diesmal geht die Reise nach Köln. Von
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Die Pläne für die Reise nach Köln werden in einer Gaststätte in der Dresdner Neustadt geschmiedet. In dem Lokal im Kneipenviertel der Stadt treffen sich regelmäßig Hooligans und organisieren ihre Fahrten zu Auswärtsspielen. Diesmal geht die Reise nach Köln. Am kommenden Montag spielt SG Dynamo Dresden beim 1. FC Köln. Erwartet werden offiziell 4500 Fans, darunter zahlreiche polizeibekannte Gewalttäter. In Sicherheitskreisen wird befürchtet, dass sogar 10 000 oder auch 15 000 Anhänger anreisen. Dynamo-Fans gelten als ausgesprochen gewaltbereit und sind auch in der rechten Szene aktiv.

Für die Kölner Polizei ist das abendliche Zweitliga-Match ein sogenanntes „Hochsicherheitsspiel“. Mehrere Hundertschaften werden rund um das Stadion im Einsatz sein, vermutlich werden auch Wasserwerfer für den Ernstfall vorfahren. Denn wie in einem internen Papier zu lesen ist, das der Rundschau vorliegt, gehen die Behörden von Randale aus: „Seitens der szenekundigen Beamten der Polizeidirektion Dresden und des Polizeipräsidium Köln wird prognostiziert, dass es am 8. Oktober 2012 zu massiven Fanausschreitungen und Abbrennen von Pyrotechnik durch die Dynamo-Fans kommen wird.“ Und weiter: „Das Verhältnis zwischen den Problemfangruppen des 1. FC Köln und Dynamo Dresden wird aus polizeilicher Sicht jeweils als feindschaftlich eingestuft.“

Doch damit es im Vorfeld und nach dem Spiel nicht zu einer Eskalation der Gewalt kommt, arbeiten die beteiligten Behörden intensiv an der Sicherheitslage. Gestern um 13 Uhr trafen sich im Stadion in Müngersdorf Polizei, Feuerwehr, Rotes Kreuz, KVB und Bahn zu einem „Sicherheitsgespräch“. Bekannt wurde, dass bereits 30 polizeibekannte Fans aus der Elb-Metropole das Kölner Stadtgebiet am Tag des Spiels ab 16 Uhr bis zum Tag darauf um 6 Uhr nicht betreten dürfen. Wer sich nicht an die Verfügung hält, muss 500 Euro zahlen.

Einsatzleiter für die Kölner Polizei wird Polizeioberrat Volker Lange sein: „Wir stellen uns der Aufgabe und arbeiten daran, dass der Tag friedlich verläuft.“ Die Behörde werde konsequent gegen Straftäter vorgehen. In einem „Fanbrief“ an die Kölner und Dresdner Anhänger wird eindringlich appelliert, trotz aller Emotionen Provokationen, Störungen und Straftaten zu unterlassen.

Dass sich die Gewalttäter aus Dresden den Appell zu Herzen nehmen, ist fraglich. In diesem Jahr kam es bei Auswärtsspielen am 4. August in Bochum und am 25. August in Duisburg zu Ausschreitungen. Beim Pokal-Spiel in der vergangenen Saison in Dortmund hatten sich Dynamo-Anhänger mit Polizisten geprügelt, es gab mehrere Verletzte. Nach Einschätzung der Polizei wurden die Krawalle stets von Hooligans aus Dresden ausgelöst. Wie unglaublich fanatisch Teile der Dynamo-Anhänger sind, zeigt auch ein Vorfall aus dem Jahr 2008. Als die Mannschaft dreimal in Folge verlor, wurden auf dem Trainingsplatz elf Gräber ausgehoben.

Anders als die Polizei rechnet der 1. FC Köln mit deutlich weniger Besuchern aus Dresden. Der Kartenvorverkauf deute auf eine Anreise von etwa 3500 Fans hin, hieß es. „Diese Saison gab es bei Spielen des FC noch keine sicherheitsrelevanten Vorkommnisse. Wir bereiten uns sehr professionell vor“, sagt Rainer Mendel, Fanbeauftragter des FC. Das Spiel werde ähnlich angegangen wie ein Nachbarschaftsduell gegen Bayer Leverkusen oder Borussia Mönchengladbach.

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