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Kölner Opernchefin: Lösung für Vertrag von Birgit Meyer

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Die Chefin der Kölner Oper, Birgit Meyer

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Thilo Schmülgen

Köln -

Der gordische Knoten im Fall der mehrwöchigen Vertragsverhandlungen von Kölns Opernchefin Birgit Meyer ist durchschlagen worden. Oberbürgermeisterin Henriette Reker und Meyer einigten sich auf einen Vertrag, der am Montag im nichtöffentlichen Teil des Hauptausschusses eine breite Mehrheit finden dürfte.

Demnach verlängert sich Meyers Ende August 2017 auslaufende Kölner Intendanz ohnehin um drei Jahre bis 2020. Sollten die von Meyer gewünschten zwei Spielzeiten im sanierten Haus am Offenbachplatz dann schon (wider Erwarten) absolviert sein, greift eine weitere Verlängerung um zwei Jahre nur, sofern weder die Opernchefin noch der Rat widersprechen.

Ansonsten erfolgt die zweijährige Verlängerung automatisch. Für CDU und FDP war freilich wichtig, dass daraus kein "Ewigkeitsvertrag" wird, und so ist die Laufzeit auf höchstens Ende August 2022 begrenzt. Sollte also nach weiteren etwaigen Baukatastrophen erst 2022/23 in den Riphahn-Bau gezogen werden, würde Birgit Meyer dort leer ausgehen.

SPD-Fraktionschef Martin Börschel erklärte: "Warum sollten wir dagegen sein? Diese Konstruktion ist im Grunde ein Fünfjahresvertrag - das ist angemessen und fair und für die Oper unserer Stadt ganz in unserem Sinne." CDU-Kultursprecher Ralph Elster betonte, dass mit der beidseitigen Option "ein leistungsabhängiges Element" in den Vertrag eingeflossen sei und begrüßt das festgelegte Enddatum. "Deshalb hat unser Fraktionsvorstand den Eckdaten einstimmig zugestimmt." Gleiches Bild bei den Grünen: Fraktionsgeschäftsführer Jörg Frank spricht von "einer guten Lösung, die wir begrüßen". Kultursprecherin Brigitta von Bülow sieht dabei "insbesondere die dringend notwendige Kontinuität gewährleistet".

Ulrich Wackerhagen erklärte: "Die FDP wird dieser Kompromisslösung ebenfalls zustimmen." Für ihren SPD-Kollegen Klaus Schäfer ist wichtig, "dass ein Ergebnis erzielt worden ist, mit dem Frau Meyer leben kann". Dazu gehört auch, dass ihr Monatsgehalt um 1000 Euro auf nunmehr 16 000 Euro angehoben wird. (Wi.)