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Konzert in der Lanxess-Arena: Andreas Bourani begeistert 13.000 Fans in Köln

Vom Luxor in die Arena: Andreas Bourani.

Vom Luxor in die Arena: Andreas Bourani.

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Thomas Brill

Köln -

Um 22.15 Uhr, nach dem furiosen Finale mit "Ein Ende nach dem anderen", ist er völlig fertig - und rundum glücklich. Vor 13 000 Fans schmeißt sich Andreas Bourani auf der Zweitbühne im Innenraum der Arena auf den Rücken, streckt alle Viere von sich. Mittwochabend ist der 32-Jährige ein einziges Strahlen. Und am Ziel seiner Wünsche angekommen: "Als ich mit meiner Band das erste Mal in Köln gespielt habe, war das im Luxor. Wir haben 280 Karten verkauft. Danach kam das E-Werk, dann das Palladium. Die Lanxess Arena - da einmal spielen in Köln! Und heute ist es wahr geworden! Vielen Dank - es ist unglaublich."

Doch tatsächlich zum Schluss gekommen ist der in Augsburg geborene Sänger und Songschreiber da noch nicht. Er hat noch Energie genug für drei lange Zugaben, wobei er es bei der letzten ("Sein") tatsächlich fertig bringt, dass die Handys einen Song lang in den Hosentaschen bleiben. Erst kurz vor 23 Uhr, nach fast zweieinhalb Stunden, ist der Abend vorbei. Der Sänger mit dem fantastischen, wandlungsfähigen Stimmvolumen und der markanten Intonation, eine Art urbanes Großstadt-Belcanto, eint ein Publikum, das verschiedener nicht sein könnte. Junge Freundinnen und ältere Paare, Familien, Mütter und Töchter, Väter und Söhne - sie alle jubeln ihm zu. Und seine Eltern sind auch dabei.

Die Textzeile "Ein Hoch auf das, was uns vereint" aus Bouranis Fußball-WM-Hit von 2014 könnte leitmotivisch für das stehen, was dabei passiert: 13 000 Menschen feiern nicht nur Bourani und seine dynamische Band, sondern das Leben an sich. Die insgesamt 20 Stücke erzählen von Freundschaft ("Zusammen untergegangen"), von rauschhafter Liebe ("Delirium") oder davon, dass man sich nicht unterkriegen lassen soll ("Hey"). Und mit dem Sido-Cover "Astronaut" beweist Bourani zudem auch veritable Qualitäten als Rapper.