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Konzert in Köln: Christina Stürmer stürmt das Palladium

Christina Stürmer

Auf der Er­folgs­spur: Christina Stürmer in Köln.

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Thomas Brill

Köln -

Für Christina Stürmer, die 2013 mit "Millionen Lichter" einen Mega-Hit verbuchen konnte, läuft offenbar auch weiterhin alles bestens. Erst vor wenigen Tagen verkündete die österreichische Sängerin, die auch im TV-Format "Sing meinen Song" mitwirkt, dass sie von ihrem Freund, Band-Gitarrist Oliver Varga, schwanger sei, und sich wegen "+ 1" wahnsinnig freuen würde. Darüber hinaus wollten so viele Fans in ihr Kölner Konzert, dass es vom E-Werk ins ungleich größere Palladium verlegt werden musste. "Wir waren schon häufiger in Köln, aber dass das Palladium so voll ist, das haben wir noch nie gehabt", freut sich die gebürtige Linzerin. Rund 3500 Fans feiern die 33-Jährige, die trotz, oder vielleicht auch wegen der "anderen Umstände", die sicherlich die weitere Karriere beeinflussen werden, eine mitreißende Show bietet. Aufmunterndes rhythmisches Klatschen zeugt von Erwartungsfreude unter den Fans, es erklingen einige dezente Gitarrenriffs und dann startet Christina Stürmer auch schon mit "Schwarz/Weiss" das Konzert. Ihrer leicht angerauten Stimme merkt man das Tourende an, aber sie klingt gut. Ideal für das, was die Lieder inhaltlich transportieren wollen, nämlich die Gefühlswelt von selbstbewussten Frauen mit "freche-Mädchen"-Attitüde, die überall hinkommen. Sie fordern entweder ihre Freunde auf, gefälligst mit dem Tempo ihres "Nie genug"-Lebens mitzuhalten, oder sie danken ihren Freunden, die als "Katapult" funktionieren und ihnen das Fliegen ermöglichen. Ältere Lieder wie "Ich lebe" oder "Engel fliegen einsam" sind als Zugaben im Repertoire, aber mit "Seite an Seite" sowie "Himmel ins All" gibt es auch schon Hörproben des voraussichtlich Ende April erscheinenden neuen Albums.

Das "Sing meinen Song"-Prinzip fand Christina Stürmer offenbar so spannend, dass sie gleich mal den Prinzen-Hit "Alles nur geklaut" intoniert und die Fans zu einem begeisterten "Eh-Jo-Hey" animiert. Doch keine Frage, erster Stimmungshöhepunkt ist eindeutig ein umjubeltes "Millionen Lichter". Als Beispiel von deutschem Pop-Rock mit Sängerin ohne besonderes musikalisches Alleinstellungsmerkmal steht Christina Stürmer in direkter Konkurrenz zu Gruppen wie Silbermond, Luxuslärm, Frida Gold, MIA oder Jenifer Rostock, wobei die Aufzählung keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Es gibt begeisterten Applaus zum Finale, doch jeder im Publikum weiß, auch ohne die Geschichte von Wir sind Helden zu kennen, dass zukünftig die Abhängigkeiten einer jungen Elternschaft das Wie der weiteren Karriere mitbestimmen.