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Von Brooklyn nach Berlin: Helen Schneider wird 60

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Die Sängerin und Schauspielerin Helen Schneider in Berlin am Rande bei der Veranstaltung "Classic Open Air".  Foto: dpa
Ihre Ausbildung begann sie in New York, aber ihre Karriere startete in Deutschland mit Udo Lindenberg und Hildegard Knef erst richtig durch: Als Wahl-Berlinerin fühlt sich Sängerin und Schauspielerin Helen Schneider in beiden Welten zu Hause. Von
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New York

Helen Schneiders größter Single-Hit „Rock 'n Roll Gypsy“ ist wie ein Markenzeichen: Die US-Amerikanerin führt ein künstlerisches Zigeunerleben quer durch alle Genres, von Pop, Rock über Musicals und Swing zu Chansons. Gerade steht sie im Berliner Renaissance-Theater mit der Revue „Ich weiß nicht, wohin ich gehöre“ mit Songs über die Liebe auf der Bühne. In ihrer Wahlheimat Berlin wird sie am Sonntag (23. Dezember), einen Tag vor Weihnachten, auch ihren 60. Geburtstag feiern.
Auch wenn ihr Nachname deutsch klingt - die Vorfahren ihrer Eltern Dvora und Abraham Schneider waren aus Europa in die USA eingewandert -, sprach in ihrer Familie keiner ein Wort Deutsch. Die Sprache musste sich die zierliche Frau in einem Intensiv-Kurs mühsam aneignen: „Das empfehle ich nicht mal meinem schlimmsten Feind“, scherzt sie heute.

Aber es lohnte sich, denn schon früh lockten Engagements in Deutschland, nachdem Schneider in den 80er Jahren zusammen mit Punkrocker Udo Lindenberg als erste westliche Künstler im Ost-Berliner Palast der Republik aufgetreten war. Er hatte sie in New York in Action erlebt und fand, dass sie mit ihrer ausdrucksvollen Stimme und den dicken schwarzen Locken ein „echtes Rock'n Roll Raubtier“ sei, wie er einmal sagte.

Das bewies sie, als 1981 das Album „Schneider With A Kick“ mit dem späteren Top Ten-Hit „Rock'n'Roll Gypsy“ erschien. Sie wurde von mehreren Magazinen zur Sängerin des Jahres gekürt. Weitere Alben folgten in verschiedenen Genres.
1987 stand sie im Theater des Westens in „Cabaret“ auf der Bühne - an der Seite von Hildegard Knef. Von ihr habe sie jede Menge gelernt. „Hilde war natürlich enorm wichtig und fantastisch für mich(...) Von diesem Talent etwas zu lernen, war ein so großes Geschenk für mich. Ich kriege heute noch Gänsehaut“, gestand sie einmal in einem Interview. Erfolgreich war sie auch mit dem Musical „Sunset Boulevard“: rund 300 Mal stand sie als alternde Schauspielerin Norma Desmond in Niedernhausen bei Wiesbaden auf der Bühne.

Heute trägt sie statt der Locken einen glatten Bubi-Kopf und sieht sehr viel jünger aus als ihre 60 Jahre. „So eine große Zahl! In den letzten paar Monaten habe ich mich zurückgelehnt, sammle meine Gedanken und versuche ein bisschen besser zu verstehen, was ich vom Leben will“, sagte Schneider vor kurzem der Berliner „B.Z.“. Große Feiern seien aber nicht ihr Ding, sie werde nur mit Freunden Essen gehen, sagte sie.

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