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Yad Vashem: Berliner Museum zeigt 100 Kunstwerke aus dem Holocaust

Der Vorsitzende der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem, Avner Shalev, geht durch die Ausstellung «Kunst aus dem Holocaust - 100 Werke aus der Gedenkstätte Yad Vashem» im Deutschen Historischen Museum. Die Bilder werden vom 26. Januar bis 3. April 2016 gezeigt.

Der Vorsitzende der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem, Avner Shalev, geht durch die Ausstellung «Kunst aus dem Holocaust - 100 Werke aus der Gedenkstätte Yad Vashem» im Deutschen Historischen Museum. Die Bilder werden vom 26. Januar bis 3. April 2016 gezeigt.

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dpa

Berlin -

Hinter den Werken verbergen sich Schicksale, wie Museumspräsident Alexander Koch am Montag sagte. „Menschen, Namen, die vergessen sind.“ Die Bilder aus den Jahren 1939 bis 1945 sind aus der Sammlung der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem.

„Von Gräueln der Gewaltherrschaft“

Die Gedenkstätte hat noch nie so viele ihrer Kunstwerke außerhalb Israels gezeigt, wie der Vorsitzende Avner Shalev erklärte. Die Zeichnungen und Gemälde dokumentieren das brutale Leben in den Lagern, porträtieren Mithäftlinge oder zeigen scheinbar leichte Szenen wie Meereslandschaften als Flucht aus dem Alltag.

Die Bilder kündeten „von den Gräueln der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft“, sagte Koch. Aber auf der anderen Seite seien es auch hochrangige Werke der bildenden Kunst, die deutlich machten, was es hieß, den Alltag damals auszuhalten. Angela Merkel (CDU) sollte die Ausstellung „Kunst aus dem Holocaust - 100 Werke aus der Gedenkstätte Yad Vashem“ am Montagabend eröffnen.

Angela Merkel zeigt sich berührt

Nach eigenen Worten hat es die Bundeskanzlerin sehr berührt, wie 100 Kunstwerke aus dem Holocaust von Israel nach Deutschland gebracht worden sind. Jedes einzelne Kunstwerk sei aus einer großen Sammlung herausgelöst und liebevoll verpackt worden. Davon habe sie in der Zeitung gelesen.

Begleitet von der Angst, dass etwas auf dem Weg passieren könne, seien die Bilder in zwei Gruppen nach Deutschland gebracht worden. „Falls etwas passiert, dass nicht alles Schaden nimmt“, sagte Merkel. „Das hat mich sehr berührt.“ Die Ausstellung umfasst Bilder, die Menschen von 1939 bis 1945 in Konzentrationslagern, Ghettos oder Arbeitslagern geschaffen haben. Die Bilder sind bis 3. April zu sehen und werden auf Initiative der „Bild“-Zeitung in Deutschland gezeigt. (dpa)