l

Lokales
Das Fenster in die Region: Die wichtigsten Nachrichten und Bilderstrecken auf einen Blick

Vorlesen
0 Kommentare

Ökologie: Studenten bei der Quadratur des Weihers

Erstellt
Eine Gruppe von ecosign-Studenten zur Initiative „Natur im Quadrat“ zusammengeschlossen und plant, den Aachener Weiher zu „naturieren“. Damit qwollen die jungen Leute das Gewässer säubern. Ihr Rezept: Wasser ins Wasser kippen. Von
Drucken per Mail
Studenten
Rausholen und wieder reinkippen: Studenten wollen die Sinnlosigkeit des Umwälzens demonstrieren. (Foto: Meisenberg)
Köln

Samstagnachmittag am Aachener Weiher: 50 junge Menschen stehen nebeneinander vor der Wasserfläche. Sie schauen entschlossen und tragen Eimer. Schnell werden diese mit Wasser gefüllt und gehen in der 60 Meter langen Menschenkette von Hand zu Hand. Schließlich wird das Wasser wieder in den Weiher gekippt.

Macht das Sinn? „Nein“, sagt Alexander Bernhard. Er ist Student an der ecosign-Akademie für Gestaltung in Ehrenfeld. „Der Zustand des Aachener Weihers war letztes Jahr im absoluten Ungleichgewicht“, erklärt er. Damals fand man zahlreiche tote Tiere im Wasser. Nun hat sich eine Gruppe von ecosign-Studenten zur Initiative „Natur im Quadrat“ zusammengeschlossen und plant, den Aachener Weiher zu „naturieren“.

Mitinitiatorin Jen Fritsch erklärt diesen Begriff: „Im Moment versucht die Stadt, das Wasser technisch sauber zu halten.“ Etwa, indem das Wasser umgepumpt wird - doch das mache auch nicht mehr Sinn als die Eimerkette. „Wir wollen einen Plan entwickeln, der das Problem mit den Mitteln der Natur löst.“

Bauer: Brauchen technische Hilfe

Ob das möglich ist, bezweifelt Joachim Bauer, Abteilungsleiter im Grünflächenamt. Er schaute sich die Aktion „Eimer kippen statt umkippen“ ebenfalls an: „Im Grunde ist der Weiher zu vielen Außeneinflüssen ausgesetzt, als dass wir ganz auf technische Hilfe verzichten könnten. Aber ich finde es sehr gut, wenn das Problem durch solche Aktionen mehr Aufmerksamkeit bekommt.“

Probleme gibt es viele: Vor allem Fische, Schwäne und Enten vermehren sich zu stark, weil die Tiere oft aus falsch verstandener Tierliebe gefüttert werden. Das schadet sowohl der Wasserqualität als auch den Tieren selbst. Das Grünflächenamt unternimmt viel - zuletzt wurden Algen geschnitten, die Lindenthaler Kanäle, die in den Weiher fließen, werden saniert und seit neuestem stehen Sauerstoffsprudler im Wasser. „Was die Tiere im letzten Jahr genau getötet hat - das wissen wir immer noch nicht“, sagt Bauer.

Nun bekommt die Stadt also Unterstützung von außen. „Vielleicht entsteht so ein produktiver Dialog“, hofft ecosign-Direktorin Simone Fuhs. Ihre Studenten sind auf jeden Fall entschlossen, etwas zu verändern: „Dass der Weiher schon künstlich beatmet werden muss“, spielt Fritsch auf die Sprudler an, „ist ja wie auf der Intensivstation.“

Tipps für Ausflüge
Der Klassiker: der Alte Zoll. Gleich neben der Universität können die Besucher den Ausblick auf die rechte Rheinseite genießen.

Endlich Sonne! Wir zeigen in unseren Bilderstrecken schöne Biergärten aus Köln, Bonn, Rhein-Sieg und aus Rhein-Berg.

Anzeige
Zum 15. Mal findet die Kölner Weiterbildungsmesse am 20. und 21. September 2014 statt.

Alle Termine, Workshops und Events der Kölner Weiterbildungsmesse im September.

Rundschau auf dem iPad
Unsere Sonderveröffentlichungen
FACEBOOK
Kleinanzeigen
Rundschau-Service
Symbolbild

Die Polizei führt täglich in Köln und Umgebung Kontrollen durch. Wir zeigen Ihnen, wo heute geblitzt wird.

Anzeige

Wissenswertes aus dem schönen Wipperfürth und Event-Hinweise gibt es im Online-Spezial.

Kölnische Rundschau
Lokalsport in der Region
Rundschau-Altenhilfe

Die Rundschau-Altenhilfe unterstützt ältere Menschen mit Spenden und Zuwendung. Helfen Sie mit!

Rundschau-Service