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Rheinenergie: Erdwärme, Sonne und Regen nutzen

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Mit ihrem Neubau am Parkgürtel will die Rheinenergie in Köln neue Maßstäbe setzen. Im Spätsommer nächsten Jahres soll die neue Hauptverwaltung eingeweiht werden. Das Gebäude sei auf den neuesten Stand gesetzt, was Ökologie und Energieeffizienz betrifft. Von
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Köln

Unternehmerisch ruht die Rheinenergie als regionaler Versorger mit Strom, Wasser, Erdgas und Fernwärme auf vier Säulen, baulich bald auf 900. So viele Pfeiler wurden in den Boden getrieben, um der neuen Hauptverwaltung am Parkgürtel ein sicheres Fundament zu geben. Auf den Stützen wurde eine meterdicke Betonplatte errichtet und auf der Platte vier Gebäude, die es nach Fertigstellung im Spätsommer nächsten Jahres in sich haben. „Das wird der ökologischste und energieeffizienteste Bürokomplex in ganz Köln“, schwärmt Rheinenergie-Vorstand Thomas Breuer.

Von seinem Büro im Altbau nebenan hat Breuer die Baustelle fest im Blick. An der Wand hängen zwei Bilder: Das eine ist die detailreiche Zeichnung einer Domfiale, das andere eine Visualisierung des fertigen Neubaus. Nicht, dass er das eine Bauwerk mit dem anderen vergleichen wollte, aber in den Augen Breuers gibt es Gemeinsamkeiten: Beide gehören für ihn untrennbar zu Köln und beide stehen – freilich in unterschiedlichen Dimensionen – auch für neue Maßstäbe in der Bautechnik. Trotz der rasanten Entwicklung im Bereich des „grünen Bauens“ werde der Neubau hinsichtlich seiner Umweltverträglichkeit und seines Energiekonzepts über viele Jahre eine Spitzenposition in der Region behaupten können, meint Breuer.

Geothermie hält das Gebäude im Sommer kühl, im Winter warm: 90 Prozent der benötigten Wärme werden mit sechs Brunnen aus 30 Metern Tiefe geschöpft, der Rest über Solarenergie und aus dem eigenen Fernwärmenetz gespeist. Dass der Gebäudekomplex so konzipiert ist, dass erst gar nicht viel Energie verbraucht wird, versteht sich von selbst. Und der Regen, der aufs Dach fällt, wird zur Bewässerung der Außenanlagen gespeichert. Die Baumaterialien entsprechen laut Breuer höchsten ökologischen, energetischen und gesundheitlichen Ansprüchen. Zum Teil seien sie recycelt, zum größten Teil recycelbar.

Der Gedanke an die (Arbeits-)Welt von Morgen ziehe sich auch durch die Büros, in denen vom Holzboden bis zur LED-Beleuchtung nichts dem Zufall überlassen wird. Zusammen mit dem Fraunhofer-Institut seien „Bürowelten“ mit „Kommunikationszonen“ und „Meetingpoints“ entwickelt worden, die flache Hierarchien sowie interdisziplinäre und flexibel arbeitende Teams ebenso berücksichtigten wie die Digitalisierung von Arbeitsprozessen und flexible Arbeitszeiten und -orte.

Dazu gehört auch, so paradox es klingt, dass der eigene Computer der Vergangenheit angehört. „1900 Menschen werden künftig hier arbeiten“, sagt Breuer. „Stellen Sie sich mal vor: 1900 Computer, jeder mit seinem eigenen Ventilator und jeder heizt das Gebäude auf.“ Stattdessen werde der Mitarbeiter nur über Tastatur, Bildschirm und Glasfaserverbindung ins hauseigene Rechenzentrum verfügen. „Das ist die Zukunft“, sagt Breuer. „Wir gehen ja auch nicht mit mehr mit einer dicken Mappe in die Vorstandssitzung, sondern mit einem flachen i-Pad“.

Ist das Gebäudeensemble für 140 Millionen Euro vollendet – zurzeit liegt der Baufortschritt drei Monate im Verzug –, sollen zum Jahresende 2013 nicht nur die Mitarbeiter aus der 30 Jahre alten Zentrale, sondern auch jene Beschäftigten beziehen, die bislang in Containern und angemieteten Gebäuden untergebracht sind. Ferner werden die Stadtwerke und die Rheinische Netzgesellschaft an den Parkgürtel wechseln. Danach wird der Altbau abgerissen, an seiner Stelle entstehen ein Betriebsrestaurant und ein Gebäude für den betriebsärztlichen Dienst.

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