Auto und Motor
Hier lesen Sie Auto-Nachrichten. Welche Neuheiten zeigt die nächste Auto-Messe? Was sagt der jüngste ADAC-Test? Welche Tipps helfen beim Autokauf?

Vorlesen
0 Kommentare

Höchstpreise: Wie Sie Sprit sparen

Erstellt
Benzin und Diesel erzielen derzeit Rekordpreise. Beim Blick auf die Preistafeln an den Tankstellen bekommen Autofahrer schlechte Laune. Für Oster-Ausflügler zahlt es sich also aus, mit der richtigen Fahrweise Sprit zu sparen.
Drucken per Mail
TEAS Spritpreise 03042012
Pünktlich zu Ostern sind Benzin und Diesel auf höchsten Preisniveaus angelangt. (Bild: dpa)

Ein Liter Super E10 kostete am Sonntag nach Angaben der Ölkonzerne im bundesweiten Schnitt 1,68 Euro, die meistgetankte Sorte Super E5 sogar noch 3 Cent mehr. Der teuerste Tag für Super E10 war der 30. März. 1,670 Euro mussten die Autofahrer im Durchschnitt für einen Liter bezahlen, so der ADAC.

Auch Dieselfahrer wurden kräftig zur Kasse gebeten. Für sie war der 22. März ein schwarzer Tag, an dem mit 1,539 Euro ein historischer Höchststand markiert wurde. Die Reichweite einer Diesel-Tankfüllung hat sich in den vergangenen 20 Jahren wegen steigender Spritpreise mehr als halbiert.

Autofahrer konnten laut Berechnungen des ADAC 1992 mit Diesel im Wert von 50 Euro noch 1186 Kilometer zurücklegen. Heute sind es nur noch 504 Kilometer.

Wie lässt sich Sprit sparen?

Es lohnt sich, die Preise zu vergleichen, denn von Tankstelle zu Tankstelle kann der Unterschied bis zu 10 Cent pro Liter betragen – am selben Tag und in derselben Stadt.

Doch längere Extratouren zu einer günstigen Tankstelle zahlen sich nicht unbedingt aus: Wer zum Beispiel einen Preisvorteil von 3 Cent auskosten und 50 Liter tanken will, spart rein rechnerisch 1,50 Euro. Das entspricht derzeit nicht einmal einem Liter Kraftstoff, mit dem viele Autos keine 15 Kilometer weit kommen.

Vorausschauend fahren und schnell hochschalten – diese Kombination bietet das größte Spritsparpotenzial. Der Motor sollte eine niedrige Drehzahl unter 2000 Umdrehungen pro Minute behalten. Nach dem Anfahren sollte man zügig den zweiten Gang einlegen, bei 25 bis 30 km/h in den dritten Gang wechseln, bei Tempo 35 bis 45 in den vierten und bei 50 bis 55 in den fünften Gang.

Rollt der Wagen, sollte ein Gang eingelegt sein und der Fuß nicht auf der Kupplung stehen, weil Autos dann meist keinen Kraftstoff verbrennen.

Start-Stopp-Automatik nachahmen

Besitzer von Autos ohne die Spritspar-Technologie können sich den Einspareffekt eigenhändig zunutze machen. Bei Haltephasen von 30 und mehr Sekunden können sie den Motor einfach ausschalten. Bei neueren Fahrzeugen lohnen sich schön kürzere Zeitspannen.

„Sobald der Zeiger für die Kühlmitteltemperatur in der Mitte steht, das Kühlmittel also rund 80 bis 90 Grad erreicht hat, können Autofahrer den Trick anwenden“, sagt ADAC-Experte Arnulf Thiemel. Außerdem dürfen Fahrer beim Anlassen nicht aufs Gas treten, sonst verpufft der Einspareffekt.

Damit das Aus- und Anschalten zum Spritsparen reibungslos funktioniert, muss das Auto fitte Batterien haben. Vor allem auf Kurzstrecken und wenn elektrische Verbraucher wie Sitzheizung oder Klimaanlage eingeschaltet sind, wird nämlich die Starterbatterie bei niedrigen Außentemperaturen kaum geladen.

Mehr Spritspar-Tipps finden Sie in unserer Bildergalerie (oben). (dpa, ADAC, qui)

Auch interessant
Quiz

Manche Slogans aus der Autowerbung werden zu echten Klassikern. Aber wie gut erinnern Sie sich an die Auto-Sprüche?

Videos
Kleinanzeigen
FACEBOOK