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Bau- und Brandschutzmängel: Kreis evakuiert Pflegeheim

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In  acht Rettungswagen wurden die Senioren am frühen Abend von Mitarbeitern des DRK und des Rettungsdienstes  behutsam  aus ihrem bisherigen Heim gebracht und auf andere Einrichtungen im Kreis verteilt. Foto: Krempin
Wegen „massiver Bau- und Brandschutzmängel“ hat der Oberbergische Kreis am Mittwochmittag die Schließung des Pflegeheims „Residenz zur Schönen Aussicht“ in Eckenhagen verfügt. Zwanzig Senioren mussten auf andere Heime verteilt werden. Von
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Eckenhagen

Wegen „massiver Bau- und Brandschutzmängel“ hat der Oberbergische Kreis am Mittwochmittag die Schließung des Pflegeheims „Residenz zur Schönen Aussicht“ in Eckenhagen verfügt. Das hat Gabriele Keil-Riegert als Leiterin des Amtes für Immobilienwirtschaft und Infrastruktur auf Anfrage erklärt.

Die 20 Bewohner der unterhalb des Blockhauses gelegenen Anlage wurden am frühen Abend von Kräften des Deutschen Roten Kreuzes und mit ärztlicher Betreuung des Rettungsdienstes in umliegende Heime verlegt, etwa nach Wiehl, Bergneustadt und Denklingen.

Die Pflegedienstleiterin erklärte auf Nachfrage unserer Zeitung: „Es ist überhaupt nichts passiert, man kann nicht Dinge behaupten, die nicht stimmen!“ Zu diesem Zeitpunkt war der Geschäftsführer noch unterwegs, um beim Landgericht Köln eine einstweilige Verfügung gegen die Schließung zu erwirken, die ihm das Gericht jedoch versagte.

Nachdem er aus Köln zurückgekehrt war, begannen die Rot-Kreuz-Helfer behutsam mit der Evakuierung der Bewohner. Wo erforderlich, habe man deren gesetzlich bestellte Betreuer zuvor von der Verlegung unterrichtet, erklärte Kreissozialdezernent Dr. Jorg Nürmberger vor Ort.

Nach Auskunft von Gabriele Keil-Riegert hatten die Heim- und die Bauaufsicht des Kreises bereits vor einiger Zeit auf die Mängel aufmerksam gemacht und um Erledigung der geforderten Maßnahmen gebeten. Im wesentlichen betreffen diese Flucht- und Rettungswege. „Die sind mitten im Umbau stecken geblieben“, sagte Keil-Riegert.

Die Residenz zur Schönen Aussicht war im Januar 2009 nach knapp einjähriger Umbauphase als privates Pflegeheim eröffnet worden. Ausgelegt für 60 Bewohner aller Pflegestufen, waren es zum derzeitigen Stand nach Angaben des Kreises jedoch nur 20 Personen, die dort betreut wurden.

Die Betrieber hatten das Haus 2008 vom Kirchenkreis Hattingen-Witten gekauft und sich mit viel Elan an den Um- und Ausbau begeben, immerhin hatte das Haus zuvor sechs Jahre lang leer gestanden.

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