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Drabenderhöher Ernteverein: Erntefest wird gefeiert

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Der Drabenderhöher Ernteverein geht in das zweite Jahr ohne einen Nachfolger für den zurückgetretenen Vorsitzenden Friedrich Ohler. Die gute Nachricht ist: Auch 2013 wird es ein Erntefest geben. Von
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Drabenderhöhe

Der Drabenderhöher Ernteverein geht in das zweite Jahr ohne einen Nachfolger für den zurückgetretenen Vorsitzenden Friedrich Ohler. Die gute Nachricht ist: Auch 2013 wird es ein Erntefest geben.

So versichert es Ohler, dersich trotz seines Rücktrittes bei der Hauptversammlung im vergangenen Jahr immer noch für das Erntefest einsetzt. „Wir haben sogar schon ein Erntepaar gefunden.“ Auch das ist keine Selbstverständlichkeit: 2009 und 2010 musste der Umzug ohne Paar auskommen, weil sich niemand bereit erklärt hatte, das Amt anzunehmen. Der Verein trat damals öffentlich dem Vorurteil entgegen, dass die Würde des Amts mit großen Kosten verbunden sein muss.

Ohler glaubt an die Traditionsveranstaltung

Friedrich Ohler glaubt an die Zukunft der Traditionsveranstaltung, die in diesem Spätsommer zum 56. Mal stattfinden wird. „Im vergangenen Jahr war der Festabend gut besucht, und beim Umzug standen viele Leute am Wegesrand. Es wäre wirklich schade, wenn es das nicht mehr geben würde.“

Das Drabenderhöher Erntefest ist nebem den Umzügen in Morsbach-Lichtenberg und im Bröltal eine der letzten Großveranstaltungen dieser Art. Gefeiert wird es bereits seit den 1920er Jahren. Das erste Fest nach dem Zweiten Weltkrieg wurde 1949 veranstaltet. 1957 wurde der Ernteverein als Organisationsgremium ins Leben gerufen. Willi und Herta Pack aus Jennecken waren damals Erntepaar. Seit dem Zuzug der Siebenbürger Sachsen in den 1960er Jahren leisten die Nachbarschaften der Siedlung und die siebenbürgischen Kulturvereine einen wichtigen Beitrag zu Fest und Umzug.

Formal an der Spitze des Vereins steht heute der stellvertretende Vorsitzende Wolfgang Schmitz. Der bisherige Vorsitzende Friedrich Ohler begründet seinen Rücktritt damit, dass er nach fünf Jahren Amtszeit die Verantwortung gern weitergegeben hätte. „Ich bin da damals reingerutscht, und nun hat es gereicht.“

Ernteverein bekommt mehr Unterstützung

Die Festorganisation habe den Vereinsvorstand zuletzt überfordert, merkt Ohler an. Gespräche mit den anderen Dorfvereinen seien aber sehr fruchtbar gewesen: „Wir haben signalisiert, dass der Ernteverein Unterstützung braucht, und das wurde sehr positiv aufgenommen.“

Die Suche nach einem neuen Vorsitzenden geht derweil weiter. „Es ist schwer, wie in vielen anderen Ehrenämtern auch“, bedauert Friedrich Ohler. „Leider steht niemand an der Straße und schreit Hurra, wenn solch ein Posten zu besetzen ist.“

 

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