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Psychiatrische Tagesklinik: Klinikum schließt Versorgungslücke

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Dr. Maike-Dorthee Möller (r.) und Klaus Böhmer (2.v.r.) leiten die neue psychiatrische Tagesklinik in Waldbröl.   Foto: Krempin
Zweieinhalb Jahre hat es gedauert, bis jetzt ein weißer Fleck auf der oberbergischen Landkarte in punkto psychiatrischer und psychotherapeutischer Versorgung getilgt werden konnte. Nun wurde die Einrichtung eröffnet - ein erster Schritt. Von
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Waldbröl

Zweieinhalb Jahre hat es gedauert, bis jetzt ein weißer Fleck auf der oberbergischen Landkarte in punkto psychiatrischer und psychotherapeutischer Versorgung getilgt werden konnte.

Mit der Eröffnung der psychiatrischen Tagesklinik in Nähe des Kreiskrankenhauses Waldbröl ist der erste Schritt zur Versorgung der Patienten im Südkreis getan, die bislang nur die Angebote in Marienheide und Gummersbach (siehe „Stichwort“) wahrnehmen konnten. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln bedeutete das bis zu zwei Stunden Fahrtzeit für eine Strecke.

In der Waldbröler Tagesklinik, die gestern offiziell eingeweiht wurde, werden derzeit 12 Patienten betreut, Platz ist für 15, maximal 20 Patienten, wie Oberärztin Dr. Maike-Dorothee Möller und Klaus Böhmer als Leitender Psychologe den zahlreichen Gästen erläuterten. Möglicherweise schon ab 2013, so Landrat Hagen Jobi als Aufsichtsratsvorsitzender der Klinikum Oberberg GmbH, wird im Krankenhaus Waldbröl die vollstationäre Gerontopsychiatrie, die auf insgesamt 45 Betten ausgelegt ist, ihren Betrieb beginnen.

Damit werde nicht nur die flächendeckend ortsnahe Versorgung verwirklicht, sondern in Waldbröl gebe es zusätzlich 30 bis 40 neue Arbeitsplätze, was besonders Bürgermeister Peter Koester freute, werde doch eine Versorgungslücke für den gesamten Südkreis geschlossen.

In der Tagesklinik, die in einem Seitentrakt des ehemaligen Schwesternwohnheims eingerichtet wurde, kümmert sich ein erfahrenes Team um Dr. Möller und Böhmer um die Patienten. Geeignet ist die Einrichtung für Menschen mit Psychose-Erkrankungen und Persönlichkeitsstörungen, Patienten mit Angst- und Panik

erkrankungen, Menschen mit Depressionen sowie Suchterkrankungen nach vorheriger erfolgreicher Entgiftung.

Zugewiesen werden die Patienten durch die Hausärzte und niedergelassenen Fachärzte, wobei Klaus Böhmer und auch Krankenhaus-Geschäftsführer Sascha Klein einen besonders guten und intensiven Austausch mit den Niedergelassenen als Pluspunkt hervorhoben.

Für Böhmer bietet die Umgebung der Tagesklinik, direkt am Königsbornpark gelegen, ein weiteres Plus: „Wir profitieren ausgesprochen von dem schönen Umfeld hier, denn die Bewegungsmöglichkeiten in der Natur machen sich positiv bei der Therapie bemerkbar.“

Und auch die Kinder der Kindertagesstätte Alter Gutshof haben die neuen Nachbarn schon angenommen. Sie garnierten die Einweihungsfeier mit zwei Liedern und überreichten Landrat Jobi ein selbstgemaltes Bild.

 

 

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