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Reichshofer Wintersport: Ein Skilift für das Blockhaus

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Ein baugleicher Skilift wie der hier abgebildete wird in der kommenden Wintersportsaison das Angebot am Eckenhagener Blockhaus komplettieren. In knapp sechs Wochen soll das Gerät geliefert werden.  Foto: Multiskiliftbau GmbH
Jetzt müssen sie nur noch auf einen schneereichen Winter hoffen, und dann wird das Blockhaus bei Eckenhagen wieder das Markenzeichen der Region für ungetrübten Wintersport. In weniger als sechs Wochen wird der neue Multiskilift geliefert. Von
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Eckenhagen

Jetzt müssen sie nur noch auf einen schneereichen Winter hoffen, und dann wird das Blockhaus bei Eckenhagen wieder das Markenzeichen der Region für ungetrübten Wintersport.

In weniger als sechs Wochen wird laut Hersteller der Multiskilift geliefert, der dank zahlreicher Sponsoren dem Skigebiet wieder den alten Ruf des Blockhauses als „Hausberg der Kölner“ geben kann. Mit der Reichshof-Bergneustädter Kooperation in Sachen Langlaufloipennetz Blockhaus-Belmicke ist das winterliche Skivergnügen komplett.

Spender erinnern sich an eigene Kindheit

„Die Gemeinde hat aus ihrem Haushalt keinen Cent für den Wintersport investiert“, versichert Bürgermeister Rüdiger Gennies, dessen Konzept, ganz auf das Ehrenamt zu setzen, nun aufgegangen ist.

Der Abfahrtshang

Der künftige Abfahrtshang liegt an der Verbindungsstraße zwischen Hähnen und Tillkausen und hat eine Gesamtlänge von rund 400 Metern, die reine Lauffläche beträgt 200 Meter.

Parkplätze stehen im Winter auf der gegenüberliegenden Straßenseite ausreichend zur Verfügung.

Der Lift selbst hat  175 Meter Zuglänge und kann mit seinem starken Elektro-Getriebemotor von 5,5 kW (7,5 PS) bis zu 700 Personen pro Stunde wieder den Hang hinaufbefördern.  (mf)

Marlies Allmann, die Vorsitzende des Arbeitskreises Tourismus, und ihr Mann Günter, Spitzenkoch des Hesperter „Ballebäuschen“, waren dabei selbst überrascht, wie engagiert viele Reichshofer Unternehmen und Privatleute sich für den neuen Lift eingesetzt haben. „Bei vielen waren es die nostalgischen Erinnerungen an die Ski- und Rodelerlebnisse der eigenen Kindheit, die sie nun ihren eigenen Kindern ermöglichen wollen“, erzählt Günter Allmann.

100 000 Euro für den Wintersport gespendet

Rund 100 000 Euro sind in den vergangenen beiden Jahren an Spenden für den Wintersport eingegangen, die knapp ein Drittel dieser Summe betragenden Kosten für den Lift sind da mit eingerechnet.

Doch es ist nicht alleine die finanzielle Unterstützung, über die sich die Gemeinde und die Kurverwaltung freuen. Den Hang für den künftigen Lift hat der Landwirt Christoph Braun aus Hähnen zur Verfügung gestellt. Es ist der ehemalige Rodelhang mit gut 200 Metern reiner Lauffläche, der jetzt für die Skiabfahrten genutzt wird. Der frühere Familienhang stand nicht mehr zur Verfügung.

Besonders freut sich Bürgermeister Gennies, dass Reichshofer Handwerker und Unternehmer das Projekt mit Sachspenden unterstützen, dazu gehören das Vermessen des Hangs, die Erdarbeiten, das Gießen der Sockel für den Lift oder die Versorgung mit Elektrizität.

Zwischen 30 und 40 Ehrenamtler aktiv

Betrieben wird der Lift von Klaus Breidenbach vom Verein Arbeit und Zukunft. Breidenbach hatte sich schon um die Jahrtausendwende mit ins Zeug gelegt, um den alten Lift wieder flott zu machen, der aber bekanntlich nicht mehr dauerhaft repariert werden konnte.

Marlies und Günter Allmann sehen das Konzept des Bürgermeisters, beim Tourismus größtenteils dem Ehrenamt Vorrang vor professioneller Marketingunterstützung zu geben, voll aufgegangen. Alleine in dem Arbeitskreis Tourismus und Freizeit arbeiten zwischen 30 und 40 Ehrenamtler aktiv mit, im Arbeitskreis Wintersport etwa 15. „Alle sind mit sehr viel Enthusiasmus bei der Sache“, freut sich Marlies Allmann über ihre Mitstreiter.

Vom Wintersport werde nicht nur der Ort Eckenhagen profitieren, sieht Bürgermeister Rüdiger Gennies Vorteile für die gesamte Gemeinde. Und wenn in Deutschland laut Günter Allmann zehn Prozent des gesamten Bruttosozialproduktes im Tourismus und nahen Branchen erwirtschaftet werden, dann sollte auch Reichshof ein größeres Stückchen abbekommen.

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