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Vom Carport unters Dach: Feuer fraß sich durch Wohnhaus

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Über Stunden versuchten die Einsatzkräfte, die Flammen  im Dachstuhl unter Kontrolle zu bekommen. (Fotos: Krempin) 
Hoher Sachschaden ist in der Nacht zu gestern bei einem Wohnhausbrand im Hermann-Löns-Weg in Reichshof-Denklingen entstanden. Das Feuer brach in einem Carport neben dem Haus aus und schlug schnell ins Dachgeschoss über.  Von
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Denkligen

Hoher Sachschaden ist in der Nacht zu gestern bei einem Wohnhausbrand im Hermann-Löns-Weg in Reichshof-Denklingen entstanden. Das Feuer brach in einem Carport neben dem Haus aus und schlug schnell ins Dachgeschoss über. Menschen kamen – abgesehen vom Schrecken – nicht zu Schaden. Die Hausbewohner – eine vierköpfige Familie, darunter zwei Feuerwehrleute – konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Die gehbehinderte Großmutter wurde von ihren Angehörigen und Nachbarn aus ihrer Wohnung geholt. Insgesamt 100 Einsatzkräfte waren bis zum Morgen im Einsatz.

Das Feuer im Carport war um kurz vor 1 Uhr bemerkt worden. „Ein Hausbewohner ist durch einen lauten Knall geweckt worden“, berichtet Einsatzleiter Rüdiger Schöler. „Als er aus dem Fenster sah, schlugen ihm die Flammen aus dem Carport entgegen.“

Entstanden war das verhängnisvolle Feuer im Carport rechts neben dem Wohnhaus im Hermann-Löns-Weg.
Entstanden war das verhängnisvolle Feuer im Carport rechts neben dem Wohnhaus im Hermann-Löns-Weg.

Zwei Autos waren dort untergestellt, die komplett ausbrannten. Die Flammen griffen von hier auch auf einen angrenzenden Schuppen über, in dem Brennholz gelagert war. Die enorme Hitzeentwicklung ließ nicht nur die Rollläden eines Nachbarhauses schmelzen, sie führte auch dazu, dass ein Fenster des Wohnhauses im Erdgeschoss zerbarst. Zum Glück schlugen die Flammen hier nicht in die untere Etage hinein. Dafür wüteten sie um so heftiger im Dachgeschoss.

Beim Eintreffen der Feuerwehr ließ Schöler als eine der ersten Maßnahmen die Fassade des Nachbarhaus schützen, das ebenfalls von den Flammen bedroht war.

Obwohl die Einsatzkräfte die Flammen im Dach von Vor- und Rückseite des Hauses bekämpften, konnten sie ein Übergreifen auf das Dach eines angebauten zweiten Wohnhauses nicht verhindern.

Immer wieder hüllte dichter Qualm des brennenden Schuppens am Carport die Einsatzstelle komplett ein. Einsatzleiter Schöler ließ die Löscharbeiten von der Drehleiter aus gegen 2 Uhr für kurze Zeit unterbrechen. „Wir müssen sehen, was ist Dampf vom Löschwasser und was Rauch vom Feuer.“


Außer Einsatzkräften aus vier Löschzügen der Reichshofer Feuerwehr war auch die Drehleiter aus Waldbröl im Einsatz. Wie bei solchen Einsätzen üblich, kooperierten Waldbröler und Reichshofer Führungskräfte in einer gemeinsamen Feuerwehreinsatzleitung.

Gegen 2.40 Uhr bekam die Rettungsleitstelle die Meldung, das Feuer sei unter Kontrollen, das letzte Fahrzeug rückte gestern morgen um 8,30 Uhr wieder ein.

Über die Brandursache kann die Polizei noch keine Angaben machen. Durch den Carport führt das Abluftrohr eines Kaminofens. Zurzeit, so Pressesprecher Jürgen Dzuballe, sei nicht auszuschließen, dass die Hitzeentwicklung genügte, um die Autos in Brand zu setzen. Im Inneren des Hauses gab es am Ofen im Wohnzimmer allerdings keine Brandspuren. Zur Schadenshöhe können noch keine Angaben gemacht werden. Spitzboden und erstes Obergeschoss sind vom Feuer zerstört, das Erdgeschoss durch Löschwasser beschädigt. Die Hausbewohner sind bei Verwandten untergekommen.

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