Aktuelle Nachrichten aus Köln, der Region und der ganzen Welt

Selbstmordanschlag in Istanbul: Zahl der toten Deutschen erhöht sich auf zehn

Am Dienstag gab es eine Explosion in Istanbul.

Am Dienstag gab es eine Explosion in Istanbul.

Foto:

dpa

Berlin/Istanbul -

Der Selbstmordanschlag von Istanbul hat sich nach bisheriger Einschätzung der Bundesregierung nicht gezielt gegen Deutsche gerichtet. „Nach bisherigem Ermittlungsstand liegen keine Hinweise darauf vor, dass der Anschlag gezielt gegen Deutsche gerichtet war“, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Mittwoch in Istanbul.

Bei dem Anschlag eines Selbstmordattentäters in Istanbul sind mehr Deutsche ums Leben gekommen, als bislang bekannt. Die Zahl der getöteten Deutschen hat sich auf zehn erhöht. Das teilte das Auswärtige Amt am Mittwoch mit.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur vermuten die türkischen Behörden, dass es sich auch bei zwei Toten, die noch nicht endgültig identifiziert sind, um Deutsche handelt. „Wir glauben, dass auch die anderen beiden Toten Deutsche sind“, hieß es in türkischen Regierungskreisen. Die rechtsmedizinischen Untersuchungen seien aber noch nicht abgeschlossen.

Sicherheitslage in Deutschland unverändert

Die Sicherheitslage in Deutschland hat sich laut Bundesjustizminister Heiko Maas nach dem Anschlag von Istanbul nicht verändert. „Wir wissen, dass Deutschland auch ein Ziel der Terrorristen ist, und deshalb ist eine allgemeine Gefährdung sicherlich nicht zu leugnen“, sagte er am Mittwoch im ARD-„Morgenmagazin“. Im Moment gebe es aber keine konkreten Hinweise auf Anschlagsziele. „Ob dieser Anschlag explizit deutschen Touristen gilt, dazu kann man zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nichts sagen“, erklärte er außerdem.

Maas bezeichnete den Anschlag außerdem als einen Angriff gegen „unsere Art zu leben“. Bei dem Anschlag in Istanbul hatte sich der 1988 geborene Attentäter am Dienstag mitten in einer deutschen Reisegruppe in der Umgebung der Hagia Sophia und der Blauen Moschee im historischen Zentrum Istanbuls in die Luft gesprengt. (dpa)

Die Entwicklungen nach dem Anschlag in Istanbul im Liveticker:


Neue Nachrichten

Wir haben neue Artikel für Sie. Möchten Sie jetzt die aktuelle Startseite laden?