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Betreuungspauschale: Kitas erhalten 2014 mehr Geld

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Die NRW-Landesregierung zahlt den 1800 Kitas in sozialen Brennpunkten künftig eine zusätzliche Betreuungspauschale von mindestens 25 000 Euro im Jahr. Außerdem sollen Erzieher durch Küchenhilfen in der Mittagszeit entlastet werden.  Von
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Düsseldorf

Die NRW-Landesregierung zahlt den 1800 Kitas in sozialen Brennpunkten künftig eine zusätzliche Betreuungspauschale von mindestens 25 000 Euro im Jahr. Außerdem sollen Erzieher ab August 2014 durch Küchenhilfen in der Mittagszeit entlastet werden. Das sieht der vom Kabinett beschlossene Entwurf zur Revision des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) vor.

Nach Angaben von Familienministerin Ute Schäfer (SPD) gibt das Land insgesamt 100 Millionen Euro zusätzlich für die bessere Förderung in Kitas aus. Eine nach Größe der Kita gestaffelte Personalpauschale umfasst 55 Millionen Euro. Danach erhalten Kitas mit zwei Gruppen jährlich zusätzlich 4000 Euro.

Für drei Gruppen gibt es 6000 Euro, für vier 8000 Euro, für fünf 9000 Euro und für Kitas mit sechs Gruppen 10 000 Euro Fördermittel pro Jahr zusätzlich. Die 9300 Kitas können die Gelder für Haushaltshilfen, Vertretungen oder Leitungszeiten verwenden. Die Förderung einer zusätzlichen halben Fachkraftstelle in sozialen Brennpunkten ("KITAplus") mit hoher Arbeitslosen- und Sozialhilfequote kostet die Landeskasse 45 Millionen Euro mehr. Die umstrittene Sprachstandserhebung "Delfin 4" soll 2014 zum letzten Mal stattfinden. SPD-Familienexperte Wolfgang Jörg begrüßte die Abschaffung von "Delfin 4". Künftig würden Kleinkinder nicht erst mit vier Jahren, sondern bereits beim Eintritt in die Kita durch mehr intensiv geschulte Erzieher sprachlich gefördert.

Grünen-Expertin Andrea Asch betonte, dass Rot-Grün nach dem U3-Ausbauprogramm jetzt den Schwerpunkt auf die Verbesserung der Qualität in den Kitas legt. CDU-Familiensprecher Bernhard Tenhumberg kritisierte aber, dass das Gesetz nach langen Verzögerungen nun bis August "durchgepeitscht" werden soll.

Ministerin Schäfer verwies darauf, dass Eltern von Unter-Dreijährigen eine Betreuung in der Nähe des Arbeitsplatzes wünschen. Deshalb gibt es künftig erstmals einen finanziellen Ausgleich zwischen den Kommunen bei der Betreuung gemeindefremder Kinder. Außerdem müssen Kommunen Eltern zur Planungssicherheit innerhalb von sechs Monaten ein konkretes Angebot für einen Betreuungsplatz machen.

Die CDU-Forderung nach einer Ausweitung der Kita-Öffnungszeiten von bisher 16.30 Uhr auf 18 Uhr findet sich nicht im Gesetzentwurf. Dafür sei die kommunale Jugendhilfe zuständig, hieß es in Koalitionskreisen.

Allerdings wird es gesetzlich verboten werden, dass einzelne Kommunen für das zweite Kind Elternbeiträge erheben, wenn sich das erste Kind im beitragsfreien letzten Kita-Jahr befindet.

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