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Energiewende: Mieterbund warnt vor Kostenexplosion

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Der Deutsche Mieterbund warnt wegen fehlender Fördergelder für Gebäudesanierungen vor einer Kostenexplosion für Mieter. Modernisierungskosten von 10 000 Euro für eine Wohnung berechtigten zu einer Mieterhöhung von 92 Euro.
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Gebäudesanierung
Ein Arbeiter befestigt zur Wärmedämmung Styroporplatten an einer Fassade. Foto: Armin Weigel

BERLIN - 20 000 Euro würden den Mieter 183 Euro mehr im Monat kosten, sagte Mieterbund-Direktor Lukas Siebenkotten am Dienstag in Berlin: „Das ist unbezahlbar.“

Elf Prozent der Kosten für energetische Sanierungen können bisher auf die Jahresmiete aufgeschlagen werden. Um eine zu starke Belastung der Mieter zu vermeiden, müsse der Bund seine Förderung auf fünf Milliarden Euro pro Jahr hochfahren - „und nicht wie geschehen auf 900 Millionen Euro zusammenstreichen“, sagte Siebenkotten.

Nach Schätzungen der Sparkassen sind allein bis 2020 für erneuerbare Energien, Netzausbau sowie energetische Sanierungen Investitionen von über 300 Milliarden Euro erforderlich. Sparkassen-Präsident Heinrich Haasis rief am Dienstag in Berlin Unternehmen und Privathaushalte auf, stärker in Energieeffizienz zu investieren, um die Ziele bei der Energiewende zu schaffen.

Umweltverbände, Verbraucherschützer und die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt warfen der Bundesregierung in einer gemeinsamen Mitteilung ein Versagen bei Energieeinsparungen vor, die zulasten der Verbraucher gehe. Für das Kredit-Förderprogramm bei Gebäudesanierungen stehen bisher nur 900 Millionen Euro statt der ursprünglich geplanten 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung.

„Die Energiepreise kennen nur eine Richtung: nach oben“, sagte Verbraucherschützer-Chef Gerd Billen in Berlin und forderte mehr Einsatz der Regierung. Mehr Energieeffizienz spare den Energieverbrauchern daher dauerhaft bares Geld.

Kritisiert wird auch, dass die Regierung EU-Vorschläge blockiere, mit denen jährlich 1,5 Prozent weniger Energie verkauft werden soll. Nach monatelangem Streit zwischen Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) und Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) soll der Kompromiss der Minister an diesem Mittwoch vom Kabinett abgesegnet werden. Die Effizienzbranche kritisiert sie ihn als wirkungslose Leerformel. (dpa)

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