Aktuelle Nachrichten aus Köln, der Region und der ganzen Welt

Krisenstab in Wien: Mutmaßliche Extremisten entführen westliches Ehepaar in Burkina Faso

Die Aussicht auf durch Bomben zerstörte Autos vor dem Splendid Hotel in Ouagadougou.

Die Aussicht auf durch Bomben zerstörte Autos vor dem Splendid Hotel in Ouagadougou.

Foto:

dpa

Ouagadougou/Wien -

In Burkina Faso haben mutmaßlich islamistische Extremisten ein westliches Ehepaar entführt. Das berichteten am Samstag örtliche Medien. Die Frau und der Mann kommen laut bislang nicht offiziell bestätigten Angaben aus Österreich. Das Außenministerium in Wien teilte auf Anfrage mit, es habe sicherheitshalber den Krisenstab aktiviert.

Sowohl die Burkina Faso nächstgelegene österreichische Botschaft in Dakar (Senegal) als auch das Büro der österreichischen Entwicklungsagentur (ADA) in Ouagadougou stünden in engem Kontakt mit den Behörden Burkina Fasos und der dortigen EU-Vertretung.

Den Berichten aus Ouagadougou zufolge soll es sich um einen Arzt und seine Frau handeln. Die Entführer hätten sie in den frühen Morgenstunden bei Djibo nahe der malischen Grenze in ihre Gewalt gebracht, erklärte ein Beamter des Innenministeriums.

Laut den örtlichen Medienberichten betrieb das Paar seit langem eine Klinik in der Region, was auf ein örtlich bekanntes australisches Paar hindeutete. Es war zunächst nicht klar, ob die Entführung mit dem Anschlag vom Freitagabend in der burkinischen Hauptstadt Ouagadougou in Verbindung stand. Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen in die nördlichen Region Burkinas. (dpa)