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35-jähriger Familienvater aus Algerien: Mutmaßlicher Terrorist lebte unauffällig in Attendorn

So sieht das Erstaufnahmeauflager für Flüchtlinge in der Rundturnhalle in Attendorn aus.

So sieht das Erstaufnahmeauflager für Flüchtlinge in der Rundturnhalle in Attendorn aus.

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dpa

Attendorn -

Der als mutmaßlicher Terrorist festgenommene 35-Jährige lebte nach Aussage von Betreuern weitgehend unauffällig mit seiner Familie in der Flüchtlingsunterkunft im sauerländischen Attendorn. Er sei seit einigen Wochen mit seiner Frau und zwei Kindern in der umfunktionierten Turnhalle untergebracht gewesen, berichteten Betreuer der Flüchtlingsunterkunft am Donnerstag. Noch am Abend vor der Festnahme hätten sie zusammen Tischtennis gespielt.

Der 35-jährige Algerier habe häufiger Fragen gestellt nach dem Koran oder nach der Terrormiliz IS in Deutschland. Solche Fragen seien aber nicht ungewöhnlich, viele Geflüchtete fürchteten sich auch in Deutschland noch vor der Terrororganisation.

Eine Hundertschaft der Polizei war gegen 6.00 Uhr in die Flüchtlingsunterkunft gekommen und hatte einen 35-Jährigen festgenommen, der Mitglied der Terrormiliz IS sein soll. Die Ermittler halten ihn für das hauptverdächtige Mitglied einer islamistischen Terrorzelle, die möglicherweise einen Anschlag in Berlin plante. (dpa)

Lesen Sie dazu auch das Interview mit Nahost-Expertin Isabelle Werenfels über Algerien als Heimat von islamistischen Gruppen