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Kölnische Rundschau | 20-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg: Bombe auf Baustelle in Bonn-Beuel entschärft
02. February 2016
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20-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg: Bombe auf Baustelle in Bonn-Beuel entschärft

Symbolbild.

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dpa

Bonn -

Der Großeinsatz im Beueler Zentrum ist erfolgreich beendet: Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hat die Überreste einer Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg, die gegen Mittag des 2. Februar auf einer Baustelle an der Ecke Sankt-Augustiner-Straße (B56)/Niederkasseler Straße gefunden worden war, am Abend entschärft. Die Bürgerinnen und Bürger, die in einem Radius von 300 Metern um den Fundort der Bombe ihre Wohnungen und Häuser verlassen mussten, können ab 22.30 Uhr wieder nach Hause.

Bei den Bauarbeiten waren gegen Mittag Teile des Sprengkörpers entdeckt worden. Es handelte sich um eine 20-Zentner-Bombe, die im vorderen Teil beim damaligen Abwurf bereits zum Teil detoniert war. Jetzt waren Bauarbeiter bei Baggerarbeiten noch auf den hinteren Teil der Bombe gestoßen. Er enthielt circa 300 Kilogramm Sprengstoff und den in einem Kragen tieferliegend verbauten Zünder.

Am frühen Nachmittag begann die Evakuierung in einem Radius von 300 Metern um den Fundort. Etwa 2550 Menschen, die in dem betroffenen Bereich gemeldet sind, wurden von Mitarbeitern des Stadtordnungsdienstes von Feuerwehrleuten und von Polizisten gebeten, ihre Wohnungen und Häuser zu verlassen; angrenzende Straßen wurden gesperrt.

Die Räumung gestaltete sich sehr aufwändig, da in dem zu evakuierenden Bereich zahlreiche hilfsbedürftige, zum Teil bettlägerige ältere Menschen leben, die mit Krankwagen in die Versorgungsstelle gebracht werden mussten, die die Stadt Bonn in der Turnhalle der Gesamtschule Beuel in der Siegburger Straße eingerichtet hatte. Dort konnten sich auch alle anderen Anwohnerinnen und Anwohner aufhalten, die keine alternative Unterbringungsmöglichkeit hatten. Die Stadtwerke Bonn (SWB) hatten eigens für die Betroffenen einen Shuttleservice eingerichtet - und fuhren sie anschließend auch zurück.

Evakuierung verzögerte sich

Am Abend kümmerten sich die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Hilfsorganisationen um mehr als 240 Beuelerinnen und Beueler in der Versorgungsstelle.
Seit Beginn des Einsatzes am Nachmittag hatten die Stadtwerke Bonn Busse im betroffenen Bereich umgeleitet.

Der Verkehr auf der Sankt-Augustiner-Straße und der Niederkasseler Straße als Hauptverkehrsachsen sowie die Stadtbahn-Linie 66 Bonn-Siegburg konnten während der Evakuierung den gesamten Nachmittag bis in den Abend hinein fahren.

Die Evakuierung verzögerte sich dann bis in die Abendstunden, weil leider uneinsichtige Personen nach zwangsweiser Türöffnung durch die Polizei mit Nachdruck aufgefordert werden mussten, ihre Wohnungen zu verlassen.
Ab circa einer Stunde vor der Entschärfung, die um 21.50 Uhr begann und um 22.24 Uhr erfolgreich abgeschlossen wurde, war der Knotenpunkt Sankt-Augustiner-Straße/Niederkasseler Straße komplett gesperrt. Die Stadtwerke setzten in dieser Zeit zwischen Konrad-Adenauer-Platz und der Haltestelle Vilich für die Stadtbahn-Linie 66 Ersatzbusse ein, die den gesperrten Bereich weiträumig umfuhren.

Nach der Entschärfung konnten die betroffenen Bürgerinnen und Bürger in ihre Wohnungen und Häuser zurückkehren.

Im Einsatz waren unter anderem 30 Mitarbeiter des Stadtordnungsdienstes, 110 Kräfte der Feuerwehr und der Hilfsorganisationen sowie weitere 200 Kräfte der Polizei.


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