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In Wanderstiefeln zum Messebesuch: 9. „WanderArt“ in Königswinter

Fundstücke wie einen Mammutzahn hatte Geologe Sven von Loga zur Ausstellung mitgebracht. Der Natur- und Landschaftsführer bietet auch Geoexkursionen im Siebengebirge an.

Fundstücke wie einen Mammutzahn hatte Geologe Sven von Loga zur Ausstellung mitgebracht. Der Natur- und Landschaftsführer bietet auch Geoexkursionen im Siebengebirge an.

Foto:

Böschemeyer

Königswinter -

Die Wanderstiefel schon an den Füßen, der grüne Rucksack auf dem Rücken und die Regenjacke über dem Arm: Hobby-Wanderin Angelica Hocke war bestens vorbereitet, als sie am Sonntag die Messe „WanderArt“ im Maritim-Hotel Königswinter besuchte.

28 Stände informierten die zahlreichen Besucher dort bereits zum neunten Mal über die neuesten Wanderstrecken, die beste Ausrüstung vom Schuh bis zum Wanderstock und die schönsten Ausflugsziele in der Region rund um Königswinter, Bonn und das Siebengebirge. Doch auch, wer gerne etwas weiter fährt, um neue Strecken zu erkunden, kam an zahlreichen Ständen zur Eifel, zum Wiedtal oder sogar Korsika auf seine Kosten.

Mit einer kleinen „Extrawanderung“ warb unterdessen das Adenauerhaus an seinem Stand. „Wenn die Wanderer beispielsweise auf dem Weg zum Drachenfels den Schlenker zu uns machen, warten noch die 58 Stufen zu Adenauers ehemaligem Wohnhaus“, erzählte Carsten Sick, Leiter des Besucherdienstes. Je nach Wetter und Jahreszeit kämen immer wieder auch Wanderer, um etwas über das Leben des ersten deutschen Bundeskanzlers und die deutsche und europäische Geschichte zu erfahren.

„Hier treffen sich Menschen, die gerne wandern“

Das Sealife-Aquarium brachte einige seiner Bewohner mit zur „WanderArt“. Vor allem die jüngeren Besucher freuten sich über Seestern, Einsiedlerkrebs und Anemone zum Anfassen und staunten über einen riesigen Haifischzahn und ein Seepferdchen-Pärchen. Bunte Rucksäcke, Wanderstiefel, Funktionskleidung von der Weste bis zur Unterwäsche und verschiedene Wanderstöcke erwarteten die Besucher schließlich am Stand von Angelika Gudelius. Die Inhaberin des Bad Honnefer Trekkingausstatters „Tropex“ kommt jedes Jahr zur Messe nach Königswinter.

„Hier treffen sich Menschen, die gerne wandern, und wir bieten die passende Ausrüstung dafür an“, sagte sie. Vor allem leichte, praktische Wanderschuhe, die schnell trocknen, seien für das Siebengebirge geeignet. Sie selbst wandere am liebsten von Rheinbreitbach aus zum Asberg. „Die Strecke ist nicht so überlaufen.“

Siebengebirgsmuseum warb für historische Wanderung zum Drachenfels

Das Siebengebirgsmuseum warb nicht nur für sich als Ausflugsziel, sondern auch für seine eigenen historischen Wanderungen zum Drachenfels, auf den Petersberg oder zum Kloster Heisterbach. Das Siebengebirgsmuseum als Startpunkt sei ideal, erzählten die Damen am Stand – auch unabhängig von den museumseigenen Wanderungen.

Und wer sich noch detaillierter informieren wollte, konnte zu einem der vier Vorträge zu Geoexkursionen, Lichtemotionen, dem Nationalpark Eifel oder den „Korsischen Hirten“ gehen. Besonders interessant fand Wanderin Angela aus Bad Honnef den geologischen Aspekt der diesjährigen Messe. „Ich wandere schon seit mindestens 30 Jahren“, erzählte sie, aber die Rheinkiesel am Stand der Geoexkursionen hatten es ihr besonders angetan: „Das ist etwas ganz Neues.“

Angelica Hocke wollte ebenfalls neue Ideen sammeln und sich mit den anderen Wanderern austauschen; vor allem über neue Wege entlang ihrer Lieblingsstrecken im Ahrtal und Siebengebirge. Und im Anschluss an die Messe sollte es direkt weitergehen: hinauf zur Drachenburg.