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Maarstraße in Beuel: Manipulation als Auslöser für Chemieunfall

Auf dem Firmengelände dichtete die Feuerwehr die lecke Rohrverbindung wieder ab. Das ausgetretene Haftmittel hätte dem Klärwerk übel mitspielen können.

Auf dem Firmengelände dichtete die Feuerwehr die lecke Rohrverbindung wieder ab. Das ausgetretene Haftmittel hätte dem Klärwerk übel mitspielen können.

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Meike Böschemeyer

Bonn -

Der Chemieunfall auf einem Firmengelände an der Maarstraße in Beuel am Montag ist möglicherweise durch eine technische Manipulation ausgelöst worden. Davon geht die Polizei aus. Das Kriminalkommissariat 11 ermittelt wegen einer Umweltstraftat. Auch die Staatsanwaltschaft wurde eingeschaltet. Was manipuliert worden war, verschweigt die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen. Die betroffene Firma hat Strafanzeige erstattet.

Mehrere Tausend Liter eines Bindemittels, das im Straßenbau eingesetzt wird, waren, wie berichtet, aus einem Silo ausgelaufen. Die Feuerwehr gab danach ABC-Alarm und rückte mit einem Großaufgebot aus. Die Stadt leitete vorsichtshalber 400 Kubikmeter Abwasser, die verunreinigt worden waren, in ein Regenrückhaltebecken. Sie wurden gestern nach und nach der Kläranlage Beuel zugeführt und gereinigt. „Die Analyse des belasteten Abwassers hat keine analytischen Auffälligkeiten im Sinne bedenklicher Schadstoffe ergeben“, so Tiefbauamtsleiter Peter Esch. (dbr)