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Neujahrsgespräch: Peter Altmaier besuchte CDU-Ortsverband Erpel

Äußerte sich nicht konkret zum geplanten Windpark auf dem Unkeler Asberg: Bundesumweltminister Peter Altmaier mit CDU-Chefin Gisela Stahl (l.) und Erpels Ortsbürgermeisterin Cilly Adenauer. (Foto: Matthias Kehrein)

Äußerte sich nicht konkret zum geplanten Windpark auf dem Unkeler Asberg: Bundesumweltminister Peter Altmaier mit CDU-Chefin Gisela Stahl (l.) und Erpels Ortsbürgermeisterin Cilly Adenauer. (Foto: Matthias Kehrein)

Erpel -

Zum traditionellen Neujahrsgespräch begrüßte der CDU-Ortsverband Erpel am Montag mit Stolz einen prominenten Gast: Bundesumweltminister Peter Altmaier hielt zunächst eine Rede vor den rund 150 Gästen und stellte sich dann kritischen Fragen der Erpeler.

„Wir sind sehr stolz, dass der zurzeit wohl gefragteste und kompetenteste Politiker heute hier in Erpel ist“, erklärte die Vorsitzende Gisela Stahl. Und auch Ortsbürgermeisterin Cilly Adenauer freute sich, den Minister in ihrem Ort zu begrüßen. „Es ist uns eine besondere Ehre, dass sie sich nun auch als Minister in das Goldene Buch unserer Gemeinde eintragen“, sagte sie. Denn bereits vor zehn Jahren habe der damalige parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU-Fraktion den Ort besucht.

„Ich freue mich ganz außerordentlich, wieder hier zu sein“, betonte Altmaier einleitend. „Doch ich bin ganz sicher nicht der gefragteste oder kompetenteste – höchstens der gewichtigste Politiker“, scherzte er.

„Wir haben in den letzten zehn Jahren gelernt, große Entscheidungen anzugehen – eines der betroffenen Felder ist heute die Energiewende.“ Doch nicht die Energiewende an sich sei das Problem, sondern ihre Umsetzung. Die Stromversorgung Deutschlands brauche eine gleichmäßige Verteilung, um eine Stromüberproduktion wie im Dezember 2012 zu verhindern.

Während die Erpeler gespannt warteten, dass der Politiker seine Meinung zum geplanten und inzwischen heftig umstrittenen Windenergiepark in der Region um den Asberg erklärte, musste dieser sie enttäuschen. „Die Frage der Windräder in speziellen einzelnen Regionen kann ich nicht entscheiden. Wir brauchen natürlich mehr Windkraft in Deutschland, aber nur da, wo man sie auch braucht – man sollte die Kirche im Dorf und den Baum im Wald lassen“, betonte Altmaier und erntete kräftigen Applaus. „Doch ich kann mich hier nicht auf einzelne Projekte beziehen und kann nur immer wieder zu Politik mit Augenmaß raten“, relativierte er seine Aussage.

Die Erpeler stellten dem Bundesumweltminister im Anschluss Fragen zur Organisation der Energiewende und dazu, ob ein deutscher Alleingang bei der Energiepolitik überhaupt Sinn mache.

Im Rahmen des Neujahrsgesprächs wurden zudem langjährige Mitglieder geehrt. Erwin Ott ist fünf Jahre CDU-Mitglied, Iris Rosen wurde für 15 Jahre und Werner Henneker für 30 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Und die „Urgesteine der Erpeler CDU“, Heinrich Schwarz und Karl-Josef Dung, ehrte Gisela Stahl für 55 Jahre Mitgliedschaft. (sms)